Diskurs

Mit der Taufe in die Welt

Digitaler Konfi-Baustein der Projektstelle „Konfis und die Eine Welt”
Taufe in Tansania.
Screenshot von der Veranstaltung. Foto von Jackline Mwasekela.

Taufe verbindet. Täuflinge verschiedener Konfessionen und Kulturen weltweit werden Eins in Jesus Christus. Mit der Taufe werden Grenzen überwunden – das durften auch die Konfirmandinnen und Konfirmanden des Kirchspiels Dobien letzten Samstag erfahren. Jackline Keneth Mwasekela aus Tansania war Gast bei ihrem digitalen Treffen und erzählte von der Taufe in ihrer Gemeinde. Noch nie war es so einfach über die Kontinente hinweg über Gott und die Welt ins Gespräch zu kommen. Im Blogbeitrag berichte ich, wie das Treffen zustande kam und wie eine globale Begegnung in der Konfi-Arbeit aussehen kann. Im PDF ist der digitale Baustein als Übersicht zusammengefasst.

Screenshot einer digitalen Konfi-Stunde im Kirchspiel Dobien.
Screenshot der digitalen Konfi-Stunde.

Konfi-Tag zum Thema Taufe

Der Konfi-Tag zur Taufe war schon lange geplant, nicht zuletzt, weil einige aus der Gruppe selbst noch getauft werden wollten. Leider zog Corona einen Strich durch die Rechnung. Analoge Treffen sind unter diesen Umständen in der Gemeinde vorerst nicht mehr möglich. So wichen die Konfis des Kirchspiels in den digitalen Raum und treffen sich seither an den üblichen Konfi-Tagen nun in einer Video-Konferenz über Zoom. Beim Thema Taufe stellte sich das als große Bereicherung heraus, denn nie war es einfacher, Besuch aus der ganzen Welt zu empfangen.

Einstieg ins Thema

Wortwolke „Wie gehts dir?“ mit Mentimeter.

Das Treffen begann mit der bereits etablierten Begrüßungs-Wortwolke mit Mentimeter: Wie geht es Dir heute? Etwas müde, aber auch vorfreudig und gespannt startete die Gruppe dann in den Tag. Zum Einstieg in das Thema wurde ein Kurzfilm der Ekbo zur Taufe gezeigt.

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Danach hatten die Konfis die Chance, auf einem WhiteBoard ihre Assoziationen und Einfälle zur Taufe zusammenzutragen. Bei einem einfachen Zoom-Account ist auch ein WhiteBoard von Cryptpad geeignet. Vom Heiligen Geist bis hin zum Taufspruch malten und schrieben die Konfirmandinnen und Konfirmanden die Begriffe in das Feld und kamen darüber ins Gespräch. Doch ist Taufe überall auf der Welt gleich? Zur Taufe in Tansania konnte sich die Gruppe nun Fragen überlegen. Hierfür wurde sie in Break-Out-Räume zu je 3-4 Konfis aufgeteilt. Einige formulierten die Fragen dabei gleich schon in Englisch, obwohl ihnen auch eine Übersetzerin zur Hilfe stand.

Besuch aus Tansania

Jackline Keneth Mwasekela in der digitalen Konfi-Stunde.

Die Übersetzerin war Anna-Luise. Sie selbst wurde auch schon in der Gemeinde konfirmiert und ist immer Mal wieder bei den Konfi-Tagen mit dabei. Nach der Schule zog es sie für ein Freiwilliges Jahr nach Tansania, wo sie die dortige Gemeinde und viele nette Menschen kennenlernte. So lud sie die Evangelistin Jackline zum digitalen Konfi-Tag ein.

Taufe in einer lutherischen Gemeinde. Foto von Jackline Keneth Mwasekela.

Nach 45 Minuten kam Jackline Keneth Mwasekela live aus Tansania zu dem Treffen hinzu. In ihrer Gemeinde in Tansania leitet sie unter anderem auch die Konfi-Arbeit. So war es ein Leichtes für sie, in einfachen englischen Sätzen über die Taufe und den Glaubenshintergrund zu berichten und mit den Jugendlichen ins Gespräch zu kommen. Sie erfuhren, dass in Tansania die Taufe ein großes Fest sei, zu dem Verwandte von weit her anreisten. Getauft werden sowohl kleine Kinder als auch Erwachsene. Doch auch in Tansania gebe es ganz unterschiedliche Konfessionen, die verschiedene Traditionen leben. Zu der Taufe in ihrer lutherischen Gemeinde konnten die Konfis jedoch viele Gemeinsamkeiten erkennen.

Schließlich stellten die Konfirmandinnen und Konfirmanden Jackline ihre Fragen. Sie wollten wissen, wie denn das Leben so sei in Tansania, und wie es jetzt in der Corona-Zeit aussehe. Auch Jackline fragte, ob sie denn schon wieder zur Schule gehen könnten, wie oft sie sich in der Konfi-Arbeit träfen und wer bei der Konfi-Arbeit in der Gemeinde mitwirke. Nach einem herzlichen Gespräch bedankte und verabschiedete sich die Referentin.

Nacharbeit und Abschluss

Formulierung eines Artikels für das Gemeindeblatt.

Nach ihrem Besuch verarbeitetem die Konfis das Erlebte in einem Artikel für das Gemeindeblatt. Wieder teilte sich die Gruppe in zwei Break-Out-Räume. Die eine Gruppe formulierte in einem Whiteboard einen kurzen Text. Die andere Gruppe machte sich Gedanken zu einem passenden Bild. Ein Screenshot wurde aufgenommen und mit einem gemeinsamen Vater Unser neigte sich das Treffen dem Ende zu. Doch gleich am nächsten Tag begegneten sich einige der Gruppe wieder – diesmal in analog. Bei einem Taufgottesdienst an der Elbe wurde eine angehende Konfirmandin aus der Gruppe selbst getauft.

Taufgottesdienst des Kirchspiel Dobiens an der Elbe. Foto von Miriam Meir.
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Miriam Meir

Projektstelle "Konfis und die Eine Welt "
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Digitaler Baustein zur Taufe

 

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In diesem Blog berichte ich zu Globalem Lernen in der Konfi-Arbeit und gebe Anregungen zur Nutzung digitaler Medien.

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