Diskurs

Suche Frieden und jage ihm nach!

Aktionen und Methoden für Friedensarbeit mit Konfis
Hand mit Peace-Zeichen vor der ukrainischen Fahne.
Bild von David Peterson auf Pixabay.

Aktuell überschlagen sich die Ereignisse in der Ukraine und ich komme selbst kaum hinterher, sie überhaupt zu begreifen und einzuordnen. Und irgendwo zwischen Alltag, Betroffenheit und Gebet ist da immer wieder der Gedanke: irgendwas muss ich da doch tun können?! Auch wenn es nur wie ein Tropfen auf den heißen Stein wirkt: der Impuls, sofort aktiv zu werden, kann helfen, bekräftigen und vereinen. Jede:r wird gerade gebraucht. Jede:r kann etwas beitragen. Alle können Frieden stiften. Auch wir und auch Konfirmand:innen. Ins Handeln zu kommen kann ein Weg sein, der aktuellen Situation hoffnungsvoll zu begegnen. In diesem Beitrag fasse ich Impulse und Möglichkeiten zusammen, um mit Konfis für Frieden aktiv zu werden.

Ein Bekenntnis zu Frieden in der Ukraine

In zahlreichen Städten gingen die Menschen am 24.2. spontan zu Kundgebungen und Mahnwachen auf die Straßen, um ihr Mitgefühl und ihre Solidarität mit den Opfern des Krieges in der Ukraine auszudrücken. Friedlich protestierten sie, beteten und kamen miteinander ins Gespräch. Sie brachten Poster und blau-gelbe Blumen mit, schwenkten Friedensflaggen und spielten ukrainische Musik. Auch bewegte Konfis können ein Poster, Meme oder auch eine Origami Friedenstaube gestalten und ihre Gefühle und Gedanken darin ausdrücken. In der Kirche ausgehängt oder in einem Gottesdienst oder Friedensgebet eingebracht teilen sie ihre Gedanken und Gefühle mit der Gemeinde.

Im Werkheft 2020 der Sternsinger finden sich verschiedene Methoden für die Friedensarbeit mit Jugendlichen, wie das Friedensbingo oder die Friedenspantomime sowie u.a. auch eine Bastelanleitung für Origami-Friedenstauben. Das Werkheft des Jahres 2021 widmete sich konkret dem Frieden in der Ukraine. Es fasst historische und kulturelle Hintergründe jugendgerecht zusammen und leitet zum Kochen von Wareniki an.

Eine Spendenaktion starten

Bei einer Kundgebung in Leipzig berichteten Ukrainer:innen noch immer fassungslos von Explosionen, die sie bei Telefonaten mit Angehörigen im Hintergrund hörten. Sie forderten die Anwesenden auf, aktiv zu werden – auch über die Mahnwache hinaus. Vor allem Spenden helfen nun spontan und akut. Verschiedene Organisationen haben sich bereits mobilisiert, darunter auch die Diakonie Katastrophenhilfe der Evangelischen Kirchen, welche seit 2014 in der Ostukraine Hilfe leistet. Auch die Caritas nimmt Spenden entgegen und informiert in einem News-Ticker, was konkret damit geschieht. Weitere Spendenorganisationen sind von der Tagesschau zusammengetragen. Konfis könnten Spenden sammeln, z.B. nach einem Gottesdienst. Sie könnten gebackene, gebastelte, gefaltete oder gebaute Tauben, Bilder, Sätze, Gerichte verkaufen und den Erlös spenden. Oder sie bringen materielle Hilfsgüter zusammen. Von Zelten und Schlafsäcken, Kleidung bis hin zu Nahrungskonserven oder Hygieneartikel wird gerade alles gebraucht. Meist hat jede Stadt lokale Initiativen, welche die Güter zu den Menschen bringen.

Um die Arbeit der Diakonie Katastrophenhilfe kennenzulernen und zu verstehen stellt diese Bildungsmaterial für Jugendliche zur Verfügung, welches online mit einigen dazugehörigen Arbeitsblättern heruntergeladen werden kann. Sie informiert darin, was eine Katastrophe ist und wie konkret eine Hilfsaktion abläuft. Das Printheft inklusive der dazugehörenden Arbeitsblätter kann kostenlos bestellt werden. In einem weiteren Beitrag habe ich einige Methoden daraus für eine Konfi-Stunde von ca 90 Minuten zusammengestellt.

Politisch aktiv werden

Briefe gegen das Vergessen auf den KonfiCamps Wittenberg 21.

Neben dem Bekenntnis und Spenden gibt es auch zahlreiche weitere Möglichkeiten, sich nachhaltig mit Konfis politisch zu engagieren. Neben verschiedenen Petitionen können die Jugendlichen mit dem, was sie prägt und bewegt, das Gespräch mit lokalen Politiker:innen suchen, diese in Konfi-Stunden einladen oder Briefe an sie formulieren. Auch ruft beispielsweise Amnesty International regelmäßig dazu auf, Briefe für die Entlassung politisch Gefangener zu schreiben.

Für Jugendgruppen hat Amnesty International konkret Material und Methoden zu Menschenrechten, Schreibaktionen und Zivilcourage erarbeitet.

Das Thema Frieden in der KOnfi-Arbeit

Und dann gibt es da natürlich auch noch zahlreiche Konzepte und Entwürfe, um das Thema Frieden mit Konfis zu bearbeiten. Aus aktuellem Anlass verweist die bundesweite Seite für Konfi-Arbeit auf Angebote hin und auch im ReliLab sind religionspädagogische Angebote sowie Veranstaltungen zusammengefasst. Darüber hinaus sind auch im folgenden Padlet Bausteine zusammengefasst – von einem Escape-Game bis hin zur gewaltfreien Kommunikation. Weitere Hinweise oder Ideen können hier gerne ergänzt werden!

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Mit Padlet erstellt

Weitere Beiträge zum Globalen Lernen mit digitalen Medien in der Konfi-Arbeit finden sich im Blog der Projektstelle „Konfis und die Eine Welt“. Bei Rückfragen und Anmerkungen wenden Sie sich gerne an Miriam Meir. Kontaktdaten finden Sie im Profil in der rechten Spalte.

Miriam Meir

Projektstelle "Konfis und die Eine Welt "
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Konfis Global

In diesem Blog berichte ich zu Globalem Lernen in der Konfi-Arbeit und gebe Anregungen zur Nutzung digitaler Medien.

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