Religionsunterricht in der 7.-9. Klasse
Nachdem die Schüler:innen der 7.–9. Klassen mithilfe der BioBlitz-Methode den eigenen Schulhof erkundet und die dortige Artenvielfalt untersucht hatten, folgte im nächsten Schritt eine kreative Aufgabe: Wie könnte dieser Ort zu einem „Paradies“ für Menschen, Tiere und Pflanzen werden?

Im Religionsunterricht hatten sie im Rahmen der Schöpfungszeit (1. September bis 4. Oktober) bereits die biblische Schöpfungsgeschichte gelesen, inklusive des Garten Eden. Eine erste Vorstellung vom Paradies gab es schon. Nun ging es darum, diese Idee auf den eigenen Lebensraum zu übertragen:
Wie lässt sich der Schulhof so gestalten, dass sich Schüler:innen dort wohlfühlen? Wie können mehr Pflanzen integriert werden? Und was braucht es, damit auch Tiere diesen Ort als Lebensraum nutzen können?
In kleinen Gruppen von zwei bis vier Personen sammelten die Jugendlichen zunächst ihre Ideen. Anschließend erhielt jede Gruppe in Minetest/Luanti einen digitalen Schulhof, dessen Gebäude bereits vorgegeben waren. Die restliche Fläche stand ihnen zur freien Gestaltung offen. So entstand ein Schulhof, der zwar stark an das Original erinnerte, aber dennoch Raum für Fantasie ließ. Dabei entstanden Wasserfälle, Lagerfeuerplätze, Baumhäuser, Teiche und vielfältige Bepflanzungen.
Zum Abschluss präsentierte jede Gruppe ihre Ideen den anderen. Auch diejenigen, die weniger Lust auf Minetest hatten, fanden kreative Wege und stellten ihre Entwürfe auf selbst gestalteten Plakaten vor.
Das Projekt zeigte, dass Schüler:innen ganz neue Ideen entwickeln, wenn sie in ihren vertrauten Medien Gestaltungsraum bekommen, die beim bloßen Nachdenken oft gar nicht entstehen würden.

















