Wege und Möglichkeiten des Umgangs mit judenfeindlichen Darstellungen im öffentlichen Raum

Mit dem Projekt „Bildspuren“ setzt die Evangelische Akademie ihr Engagement in den Bereichen Wissensvermittlung und Antisemitismusprävention rund um die sog. „Judensau“-Darstellungen in Sachsen-Anhalt fort. Das Projekt möchte zur kritischen Auseinandersetzung mit den judenfeindlichen Bildmotiven anregen und an den jeweiligen Orten zivilgesellschaftliches Engagement stärken. Dazu erarbeitet das Projekt ein barrierearmes und multimediales Informationsangebot und richtet regelmäßige Bildungsveranstaltungen und Dialogformate zur Geschichte der Schmähplastiken sowie zur Genese und Verbreitung von christlichem Antijudaismus und Antisemitismus aus.

Etwa 30 judenfeindliche Schmähskulpturen gibt es derzeit noch an Kirchen und anderen Gebäuden. Vier der Bildwerke befinden sich in Sachsen-Anhalt (Calbe, Magdeburg, Lutherstadt Wittenberg, Zerbst), wobei das Relief an der Stadtkirche in Wittenberg zu den bekanntesten zählt. Mit den Schmähplastiken verbindet sich eine jahrhundertelange Geschichte der Ausgrenzung und Gewalt gegen Jüdinnen und Juden, deren gesellschaftliche Aufarbeitung in vielen Punkten noch aussteht. Die Einbindung des Motivs in eine judenfeindliche Bildsprache reicht vom Mittelalter über die Frühe Neuzeit und die Moderne bis in die Gegenwart hinein.

Die nach wie vor anhaltende Polarisierung des Themas zeigt an, dass noch immer ein substanzieller Bedarf an Information, Kontextualisierung und Intervention besteht. Ebenso besteht die Notwendigkeit, an den jeweiligen Orten neue und zeitgemäße Formen der Aufarbeitung und des Erinnerns zu entwickeln. Darin einbezogen werden muss eine historische wie theologische Reflexion judenfeindlicher Bilder und Erzählungen.

Schlagwörter: Bildung, Extremismus, Gesellschaft, Kultur, Ostdeutschland, Partizipation, Politik, Religionen, Theologie

Vincent Kleinbub

Mitarbeiter im Projekt „Bildspuren“ (2022 bis 2023)

Diskurs-Beiträge

Wohin mit dem Relief?

Handreichung für eine antisemitismuskritische Religionspädagogik
Im Projekt „Bildspuren“ präsentiert die Evangelische Akademie zum Ende des Jahres eine Handreichung, die sich an Fachkräfte in der Religionspädagogik richtet. Die Broschüre versammelt Lern- und Unterrichtsmaterialien, die einen didaktischen Einstieg in die Auseinandersetzung mit christlicher Judenfeindschaft im Religionsunterricht, aber auch in der Konfirmandinnen- oder Gemeindearbeit ermöglichen. Ausgehend von der Geschichte des judenfeindlichen Schmähreliefs in Wittenberg und der damit verbundenen…
Im Projekt „Bildspuren“ präsentiert die Evangelische Akademie zum Ende des Jahres eine Handreichung, die sich an Fachkräfte in der Religionspädagogik richtet. Die Broschüre versammelt Lern- und Unterrichtsmaterialien, die einen didaktischen Einstieg in die Auseinandersetzung mit christlicher Judenfeindschaft im Religionsunterricht, aber auch in der Konfirmandinnen- oder Gemeindearbeit ermöglichen. Ausgehend von der Geschichte des judenfeindlichen Schmähreliefs in Wittenberg und der damit verbundenen…

Christlich geprägter Antisemitismus!?

Workshop mit dem Polizeiseelsorgebeirat Sachsen-Anhalt
Im Rahmen der beruflichen Weiterbildung von Polizeibeamtinnen und -beamten organisiert Thea Ilse, Landespolizeipfarrerin und Beauftragte für Notfallseelsorge, regelmäßig Seminare zu aktuellen gesellschaftspolitischen Themen. Angesichts steigender Übergriffe und einer neuerlichen Bedrohungssituation für Jüdinnen und Juden lag der Fokus der Weiterbildung für den Polizeiseelsorgebeirat diesmal auf dem Thema Antisemitismus. Dem Polizeiseelsorgebeirat gehören Polizeibeamte aller Ebenen an – Streifen- und KriminalpolizistInnen, ebenso wie…
Im Rahmen der beruflichen Weiterbildung von Polizeibeamtinnen und -beamten organisiert Thea Ilse, Landespolizeipfarrerin und Beauftragte für Notfallseelsorge, regelmäßig Seminare zu aktuellen gesellschaftspolitischen Themen. Angesichts steigender Übergriffe und einer neuerlichen Bedrohungssituation für Jüdinnen und Juden lag der Fokus der Weiterbildung für den Polizeiseelsorgebeirat diesmal auf dem Thema Antisemitismus. Dem Polizeiseelsorgebeirat gehören Polizeibeamte aller Ebenen an – Streifen- und KriminalpolizistInnen, ebenso wie…

Bildspuren – Die Website

Neue Lernwebseite problematisiert judenfeindliche Bilder des Christentums
Vier antisemitische „Judensau“-Darstellung befinden sich an und in Kirchen in Sachsen-Anhalt. Mit einer neuen interaktiven Projektwebseite klärt die Evangelische Akademie über die beleidigenden Darstellungen auf und wirft einen kritischen Blick auf die Entstehungs- und Wirkungsgeschichte christlicher Judenfeindschaft. Die Webseite gibt einen Überblick über antijüdische Bildmotive des Christentums und zeigt die derzeit existierenden Versuche, den judenfeindlichen Plastiken in Sachsen-Anhalt zu begegnen.…
Vier antisemitische „Judensau“-Darstellung befinden sich an und in Kirchen in Sachsen-Anhalt. Mit einer neuen interaktiven Projektwebseite klärt die Evangelische Akademie über die beleidigenden Darstellungen auf und wirft einen kritischen Blick auf die Entstehungs- und Wirkungsgeschichte christlicher Judenfeindschaft. Die Webseite gibt einen Überblick über antijüdische Bildmotive des Christentums und zeigt die derzeit existierenden Versuche, den judenfeindlichen Plastiken in Sachsen-Anhalt zu begegnen.…

Erinnern für die Gegenwart

Schülerworkshops zum 9. November
Am 9. November wird in Wittenberg jährlich der Opfer der nationalsozialistischen Novemberpogrome 1938 gedacht. Antisemitische Übergriffe sind indes auch heute ein großes gesellschaftliches Problem. Im Rahmen der Bildungs- und Aktionswochen gegen Antisemitismus der Amadeu Antonio Stiftung führte die Evangelische Akademie Sachsen-Anhalt in Kooperation mit ConAct – Koordinierungszentrum Deutsch-Israelischer Jugendaustausch deshalb zwei Schülerworkshops durch. 30 Zehntklässlerinnen und Zehntklässler der „Ernestine Reiske“-Schule…
Am 9. November wird in Wittenberg jährlich der Opfer der nationalsozialistischen Novemberpogrome 1938 gedacht. Antisemitische Übergriffe sind indes auch heute ein großes gesellschaftliches Problem. Im Rahmen der Bildungs- und Aktionswochen gegen Antisemitismus der Amadeu Antonio Stiftung führte die Evangelische Akademie Sachsen-Anhalt in Kooperation mit ConAct – Koordinierungszentrum Deutsch-Israelischer Jugendaustausch deshalb zwei Schülerworkshops durch. 30 Zehntklässlerinnen und Zehntklässler der „Ernestine Reiske“-Schule…

Das lange Leben eines Propagandafilms

Gemeinsam mit Professor Bill Niven (Nottingham Trent University) diskutierten am Donnerstag etwa 100 Schülerinnen und Schüler aus Halle über die Machart und Wirkung nationalsozialistischer Kinopropaganda. Anhand des Films „Jud Süß“ (1940) gab Prof. Niven den Jahrgangsstufen 11/12 des Elisabeth-Gymnasiums einen Einblick in die Entstehung antisemitischer NS-Filme und umriss deren Nachwirkungen über das Jahr 1945 hinaus. Mit dem Projekt „Bildspuren“ beteiligte…
Gemeinsam mit Professor Bill Niven (Nottingham Trent University) diskutierten am Donnerstag etwa 100 Schülerinnen und Schüler aus Halle über die Machart und Wirkung nationalsozialistischer Kinopropaganda. Anhand des Films „Jud Süß“ (1940) gab Prof. Niven den Jahrgangsstufen 11/12 des Elisabeth-Gymnasiums einen Einblick in die Entstehung antisemitischer NS-Filme und umriss deren Nachwirkungen über das Jahr 1945 hinaus. Mit dem Projekt „Bildspuren“ beteiligte…

Jüdische Kulturtage zu Gast in Wittenberg

„Arbeiten an Schabbat!?“ Gespräch über die Vereinbarkeit von Religion und Arbeitsleben
Welche Gemeinsamkeiten und Unterschiede gibt es im Feiertagsverständnis von Christen und Juden? Welche Bedeutung kommt der Feiertagsruhe in diesem Kontext zu? Und wie gehen Jüdinnen und Juden damit um, dass ihre Feiertage bei staatlichen Regelungen und im Arbeitsalltag oft keine Berücksichtigung finden? Müssten Bund und Länder das Recht auf freie Religionsausübung hier nicht stärker gewichten? Über diese und andere Fragen…
Welche Gemeinsamkeiten und Unterschiede gibt es im Feiertagsverständnis von Christen und Juden? Welche Bedeutung kommt der Feiertagsruhe in diesem Kontext zu? Und wie gehen Jüdinnen und Juden damit um, dass ihre Feiertage bei staatlichen Regelungen und im Arbeitsalltag oft keine Berücksichtigung finden? Müssten Bund und Länder das Recht auf freie Religionsausübung hier nicht stärker gewichten? Über diese und andere Fragen…

Von der Kirche in die Köpfe

Über den Umgang mit antijüdischen Bildern im Christentum
Am 16. und 17. Juni 2023 fand in Bonn die Studientagung „Eingebaute Judenfeindschaft. Zum Umgang mit antijüdischen Motiven an und in Kirchen“ des Deutschen Koordinierungsrats der Gesellschaften für Christlich-Jüdische Zuamenarbeit statt. Im Rahmen der Tagung wurde darüber diskutiert, welche Funktion antijüdischen Erzählungen und Motiven im Christentum zukam, wie sie sich haben verbreiteten und transformieren können und wie wir mit den…
Am 16. und 17. Juni 2023 fand in Bonn die Studientagung „Eingebaute Judenfeindschaft. Zum Umgang mit antijüdischen Motiven an und in Kirchen“ des Deutschen Koordinierungsrats der Gesellschaften für Christlich-Jüdische Zuamenarbeit statt. Im Rahmen der Tagung wurde darüber diskutiert, welche Funktion antijüdischen Erzählungen und Motiven im Christentum zukam, wie sie sich haben verbreiteten und transformieren können und wie wir mit den…

Schwierige Probleme, einfache Erklärungen

Neue Podcast-Folge zu Verschwörungstheorien
Während der Coronapandemie hatten judenfeindliche Stereotype Konjunktur. In zahlreichen Verschwörungstheorien wurden Jüdinnen und Juden zu Nutznießern oder Verursachern der Kankheit erklärt. Doch warum diese absurden Vorwürfe? Und wie kommt es eigentlich dazu, dass Verschwörungstheorien immer wieder gesellschaftlichen Zulauf erhalten? Über den Zusammenhang von Antisemitismus und Verschwörungstheorien klärt in der dritten Folge unseres „Bildspuren“-Podcasts Prof. Dr. Michael Butter auf. Er ist…
Während der Coronapandemie hatten judenfeindliche Stereotype Konjunktur. In zahlreichen Verschwörungstheorien wurden Jüdinnen und Juden zu Nutznießern oder Verursachern der Kankheit erklärt. Doch warum diese absurden Vorwürfe? Und wie kommt es eigentlich dazu, dass Verschwörungstheorien immer wieder gesellschaftlichen Zulauf erhalten? Über den Zusammenhang von Antisemitismus und Verschwörungstheorien klärt in der dritten Folge unseres „Bildspuren“-Podcasts Prof. Dr. Michael Butter auf. Er ist…

Die Betroffenen selbst zu Wort kommen lassen

Kuratorinnnenführung zur Ausstellung "Als Jüd:innen markiert und verfolgt"
Die Wanderausstellung „Als Jüd:innen markiert und verfolgt. Jüdische Identitäten und NS-Tatorte in Sachsen-Anhalt“ portraitiert zwölf Menschen, die von den Nationalsozialistinnen und Nationalsozialisten als jüdisch markiert und als Konsequenz daraus gewaltsam aus der sog. Volksgemeinschaft ausgeschlossen wurden. Aktuell ist die Ausstellung in der Evangelischen Akademie in Wittenberg zu sehen. In diesem Rahmen luden das Projekt „Bildspuren“ und die Gedenkstätte KZ Lichtenburg…
Die Wanderausstellung „Als Jüd:innen markiert und verfolgt. Jüdische Identitäten und NS-Tatorte in Sachsen-Anhalt“ portraitiert zwölf Menschen, die von den Nationalsozialistinnen und Nationalsozialisten als jüdisch markiert und als Konsequenz daraus gewaltsam aus der sog. Volksgemeinschaft ausgeschlossen wurden. Aktuell ist die Ausstellung in der Evangelischen Akademie in Wittenberg zu sehen. In diesem Rahmen luden das Projekt „Bildspuren“ und die Gedenkstätte KZ Lichtenburg…

Ausstellung eröffnet

„Als Jüd:innen markiert und verfolgt“
In der Evangelischen Akademie in Wittenberg ist in der letzten Woche die Ausstellung „Als Jüd:innen markiert und verfolgt. Jüdische Identitäten und NS-Tatorte in Sachsen-Anhalt“ eröffnet worden. Wir freuen uns, dass etwa 30 interessierte Gäste der Einladung gefolgt sind und die Ausstellung bereits am ersten Tag in Augenschein nehmen konnten. Besonderer Dank gebührt Herrn Mihail Groys (Zentralrat der Juden in Deutschland),…
In der Evangelischen Akademie in Wittenberg ist in der letzten Woche die Ausstellung „Als Jüd:innen markiert und verfolgt. Jüdische Identitäten und NS-Tatorte in Sachsen-Anhalt“ eröffnet worden. Wir freuen uns, dass etwa 30 interessierte Gäste der Einladung gefolgt sind und die Ausstellung bereits am ersten Tag in Augenschein nehmen konnten. Besonderer Dank gebührt Herrn Mihail Groys (Zentralrat der Juden in Deutschland),…

Auf den Spuren christlicher Judenfeindschaft

Exkursion nach Sternberg
Die Abgrenzung vom Judentum war dem Christentum lange Zeit eingeschrieben. Mit der Enterbungstheologie wurde bereits in der Antike die Grundlage für zahlreiche judenfeindliche Zuschreibungen gelegt. Mittelalterliche Darstellungen, die Juden in Verbindung mit Schweinen zeigten, beschreiben einen Aspekt dieser christlichen Judenfeindschaft. Ein anderer war und ist die aktive Gewalt: 1492 ereignete sich im mecklenburgischen Sternberg ein Pogrom gegen die dort lebenden…
Die Abgrenzung vom Judentum war dem Christentum lange Zeit eingeschrieben. Mit der Enterbungstheologie wurde bereits in der Antike die Grundlage für zahlreiche judenfeindliche Zuschreibungen gelegt. Mittelalterliche Darstellungen, die Juden in Verbindung mit Schweinen zeigten, beschreiben einen Aspekt dieser christlichen Judenfeindschaft. Ein anderer war und ist die aktive Gewalt: 1492 ereignete sich im mecklenburgischen Sternberg ein Pogrom gegen die dort lebenden…

Bildspuren — Der Podcast

Neue Audio-Reihe zu christlicher Judenfeindschaft
Im Projekt „Bildspuren“ entsteht in diesem Jahr ein neues Podcastformat. In fünf Folgen werfen wir einen kritischen Blick auf antijüdische Bilder und Erzählungen des Christentums. Gemeinsam mit Expertinnen und Experten klären wir über die Ursachen christlicher Judenfeindschaft auf und fragen nach Kontinuitäten in der Gegenwart. Die ersten beiden Podcast-Folgen sind ab sofort auf Soundcloud und Spotify verfügbar. Hören Sie rein!…
Im Projekt „Bildspuren“ entsteht in diesem Jahr ein neues Podcastformat. In fünf Folgen werfen wir einen kritischen Blick auf antijüdische Bilder und Erzählungen des Christentums. Gemeinsam mit Expertinnen und Experten klären wir über die Ursachen christlicher Judenfeindschaft auf und fragen nach Kontinuitäten in der Gegenwart. Die ersten beiden Podcast-Folgen sind ab sofort auf Soundcloud und Spotify verfügbar. Hören Sie rein!…

„Tabu der Gerechten“

Antisemitismus-Kritik aus Hollywood
Etwa 15 Zuschauerinnen und Zuschauer waren am Montag zur zweiten Filmvorführung der Reihe „GegenBilder – Kino gegen Antisemitismus“ ins Kiez Kino nach Dessau gekommen. Zu sehen war Elia Kazans „Tabu der Gerechten“, der 1947 als eine der ersten Hollywoodproduktionen den Alltagsantisemitismus der damaligen US-amerikanischen Gegenwart thematisierte. Noch bis Oktober zeigen der Verein „Film ab! In Dessau“ und das Projekt „Bildspuren“…
Etwa 15 Zuschauerinnen und Zuschauer waren am Montag zur zweiten Filmvorführung der Reihe „GegenBilder – Kino gegen Antisemitismus“ ins Kiez Kino nach Dessau gekommen. Zu sehen war Elia Kazans „Tabu der Gerechten“, der 1947 als eine der ersten Hollywoodproduktionen den Alltagsantisemitismus der damaligen US-amerikanischen Gegenwart thematisierte. Noch bis Oktober zeigen der Verein „Film ab! In Dessau“ und das Projekt „Bildspuren“…

Kino gegen Antisemitismus

Filmreihe in Dessau ist gestartet
Etwa 25 Zuschauerinnen und Zuschauer waren am Montag ins Kiez Kino nach Dessau gekommen, um sich Georg Wilhelm Pabsts „Der Prozess“ (1948) anzusehen. Der Film ist der erste von dreien, die noch bis Oktober in der Reihe „GegenBilder – Kino gegen Antisemitismus“ laufen. Die Filmreihe wird organsiert vom Verein „Film ab! In Dessau“ und dem Projekt „Bildspuren“, in Kooperation mit…
Etwa 25 Zuschauerinnen und Zuschauer waren am Montag ins Kiez Kino nach Dessau gekommen, um sich Georg Wilhelm Pabsts „Der Prozess“ (1948) anzusehen. Der Film ist der erste von dreien, die noch bis Oktober in der Reihe „GegenBilder – Kino gegen Antisemitismus“ laufen. Die Filmreihe wird organsiert vom Verein „Film ab! In Dessau“ und dem Projekt „Bildspuren“, in Kooperation mit…

Bildungsarbeit im Austausch

"Sichtbar Handeln! Gegen Antisemitismus" in Wittenberg
Im Projekt „Sichtbar Handeln! Gegen Antisemitismus“ organisiert das Koordinierungszentrum ConAct regelmäßig Seminare im Feld der antisemitismussensiblen Bildungsarbeit. Sie richten sich an Fachkräfte aus ganz Deutschland, die im deutsch-israelischen Austausch, der Jugend- oder der Bildungsarbeit wirken. Am letzten Seminar, das Ende März in Wittenberg stattfand, durften auch wir uns mit dem Projekt „Bildspuren“ beteiligen – und haben über unsere Projektarbeit und…
Im Projekt „Sichtbar Handeln! Gegen Antisemitismus“ organisiert das Koordinierungszentrum ConAct regelmäßig Seminare im Feld der antisemitismussensiblen Bildungsarbeit. Sie richten sich an Fachkräfte aus ganz Deutschland, die im deutsch-israelischen Austausch, der Jugend- oder der Bildungsarbeit wirken. Am letzten Seminar, das Ende März in Wittenberg stattfand, durften auch wir uns mit dem Projekt „Bildspuren“ beteiligen – und haben über unsere Projektarbeit und…
© ConAct/Ruthe Zuntz

Mahnung, Beleidigung – oder beides?

Workshop mit Konfirmandinnen und Konfirmanden
Dass Wittenberg bestimmt eine Reise wert sein würde, dachte sich auch eine Gruppe von Konfirmandinnen und Konfirmanden aus Mannheim unter der Anleitung von Pfarrerin Susanne Komorowski. Auf den Spuren der Reformation stießen sie jedoch nicht nur auf deren Errungenschaften, sondern auch auf das antijüdische Schmährelief an der Wittenberger Stadtkirche. Die beleidigende Darstellung war bereits im Mittelalter dort angebracht worden, erfuhr…
Dass Wittenberg bestimmt eine Reise wert sein würde, dachte sich auch eine Gruppe von Konfirmandinnen und Konfirmanden aus Mannheim unter der Anleitung von Pfarrerin Susanne Komorowski. Auf den Spuren der Reformation stießen sie jedoch nicht nur auf deren Errungenschaften, sondern auch auf das antijüdische Schmährelief an der Wittenberger Stadtkirche. Die beleidigende Darstellung war bereits im Mittelalter dort angebracht worden, erfuhr…

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