Projekt

sus et iudaei

Foto: MKeilholz/Stadtkirche

Schmähplastiken in Sachsen-Anhalt

Mit dem Projekt „sus et iudaei“ entwickelt die Evangelische Akademie Sachsen-Anhalt ein modulares Konzept zur Vermittlung von sogenannten „Judensau“-Schmähplastiken am Beispiel der Stadtkirche St. Marien Wittenberg und der Kirche St. Stephani Calbe (Saale). Die Akademie möchte über diese Bildwerke und ihr Potential für den Transport antisemitischer Haltungen aufklären und unter Einbeziehung jüdischer Kooperationspartnerinnen und Kooperationspartner Wege suchen, die Bildwerke adäquat aufzuarbeiten und der ihnen inhärenten Beschimpfung entgegenzutreten.

Von den über 30 noch existierenden judenfeindlichen Schmähplastiken befinden sich vier in Sachsen-Anhalt. Neben Wittenberg und Calbe gibt es sie auch an Kirchen in Magdeburg und Zerbst. Jede einzelne dieser Skulpturen ist Anlass genug, sich mit den in Stein gehauenen Abbildern des jahrhundertealten christlichen Judenhasses zu beschäftigen. Das antisemitische Bildmotiv war immer wieder Nährboden für die gewaltsame Ausgrenzung und Verfolgung von Jüdinnen und Juden und erfährt bis heute Aktualisierungen. Das Projekt möchte dazu beitragen, die kritische Auseinandersetzung mit den judenfeindlichen Bildwerken und ihrer Wirkungsgeschichte zu befördern und zu verstetigen – innerhalb der Stadtgesellschaften ebenso wie innerhalb der Kirchengemeinden.

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Vincent Kleinbub

Mitarbeiter im Projekt „Bildspuren“
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Diskurs-Beiträge

Mit dem Projekt „sus et iudaei“ entwickelte die Evangelische Akademie Sachsen-Anhalt 2022 ein modulares Konzept zur Vermittlung von sogenannten „Judensau“-Schmähplastiken in Sachsen-Anhalt am Beispiel der Stadtkirche St. Marien Wittenberg und der Kirche St. Stephani Calbe (Saale). Ziel war es, über die judenfeindlichen Bildwerke und ihr Potential für den Transport antisemitischer Haltungen aufklären und der ihnen inhärenten Beschimpfung entgegenzutreten. Die im…
Mit dem Projekt „sus et iudaei“ entwickelte die Evangelische Akademie Sachsen-Anhalt 2022 ein modulares Konzept zur Vermittlung von sogenannten „Judensau“-Schmähplastiken in Sachsen-Anhalt am Beispiel der Stadtkirche St. Marien Wittenberg und der Kirche St. Stephani Calbe (Saale). Ziel war es, über die judenfeindlichen Bildwerke und ihr Potential für den Transport antisemitischer Haltungen aufklären und der ihnen inhärenten Beschimpfung entgegenzutreten. Die im…
Mit dem Projekt „sus et iudaei“ entwickelte die Evangelische Akademie Sachsen-Anhalt 2022 ein modulares Konzept zur Vermittlung von sogenannten „Judensau“-Schmähplastiken am Beispiel der Stadtkirche St. Marien Wittenberg und der Kirche St. Stephani Calbe (Saale). Ziel war es, über die judenfeindlichen Bildwerke und ihr Potential für den Transport antisemitischer Haltungen aufklären und der ihnen inhärenten Beschimpfung entgegenzutreten. Das Projekt „sus et…
Mit dem Projekt „sus et iudaei“ entwickelte die Evangelische Akademie Sachsen-Anhalt 2022 ein modulares Konzept zur Vermittlung von sogenannten „Judensau“-Schmähplastiken am Beispiel der Stadtkirche St. Marien Wittenberg und der Kirche St. Stephani Calbe (Saale). Ziel war es, über die judenfeindlichen Bildwerke und ihr Potential für den Transport antisemitischer Haltungen aufklären und der ihnen inhärenten Beschimpfung entgegenzutreten. Das Projekt „sus et…

Der Figurenkranz der St. Stephani-Kirche

Informationen zur judenfeindlichen Schmähplastik
Bis heute gibt es in und an vielen Kirchen judenfeindliche Darstellungen. So auch an der St. Stephani-Kirche in Calbe (Saale), an der Kirchenfassade sich rundherum 14 steinerne Wassersspeier befinden. Sie stellen verschiedene Menschen- und Tiergestalten dar, wobei eine der Figuren eine üble antisemitische „Judensau“-Darstellung zeigt. Die Schmähplastik fordert die Kirchgemeinde ebenso wie die Stadtbevölkerung seit einigen Jahren verstärkt dazu heraus,…
Bis heute gibt es in und an vielen Kirchen judenfeindliche Darstellungen. So auch an der St. Stephani-Kirche in Calbe (Saale), an der Kirchenfassade sich rundherum 14 steinerne Wassersspeier befinden. Sie stellen verschiedene Menschen- und Tiergestalten dar, wobei eine der Figuren eine üble antisemitische „Judensau“-Darstellung zeigt. Die Schmähplastik fordert die Kirchgemeinde ebenso wie die Stadtbevölkerung seit einigen Jahren verstärkt dazu heraus,…

Was erinnern wir am 9. November?

Jüdische Perspektiven auf die Wiedervereinigung
An was erinnern wir am 9. November? An die nationalsozialistischen Novemberpogrome? An den Mauerfall? Wie erlebten Jüdinnen und Juden die DDR? Und wie war das mit der Wiedervereinigung? Ein Gespräch mit der Literaturwissenschaftlerin und politischen Bildnerin Dr. Juliette Brungs über jüdische Perspektiven auf die Vor- und Nachwendezeit. Inhalt LEBEN IN DER DDR DIE WENDEZEIT NACH DER WIEDERVEREINIGUNG KONTINUITÄTEN IN DIE…
An was erinnern wir am 9. November? An die nationalsozialistischen Novemberpogrome? An den Mauerfall? Wie erlebten Jüdinnen und Juden die DDR? Und wie war das mit der Wiedervereinigung? Ein Gespräch mit der Literaturwissenschaftlerin und politischen Bildnerin Dr. Juliette Brungs über jüdische Perspektiven auf die Vor- und Nachwendezeit. Inhalt LEBEN IN DER DDR DIE WENDEZEIT NACH DER WIEDERVEREINIGUNG KONTINUITÄTEN IN DIE…
CC BY-SA 2.0, Foto: Raphaël Thiémard

Abendseminar für Stadtführer

Schmährelief und Judentum im Spiegel der Lutherschriften
Seit etwa 1290 befindet sich eine judenfeindliche Schmähplastik an der Wittenberger Stadtkirche. Der richtige Umgang mit ihr beschäftigt nicht nur Gerichte und Medien, sondern ist auch Thema bei Stadtführungen durch die Lutherstadt. Aber welche Geschichte kann vor Ort erzählt werden? Und wie reagieren Touristinnen und Touristen darauf? Um diese und noch weitere Fragen zu vertiefen, lud die Evangelische Akademie Sachsen-Anhalt…
Seit etwa 1290 befindet sich eine judenfeindliche Schmähplastik an der Wittenberger Stadtkirche. Der richtige Umgang mit ihr beschäftigt nicht nur Gerichte und Medien, sondern ist auch Thema bei Stadtführungen durch die Lutherstadt. Aber welche Geschichte kann vor Ort erzählt werden? Und wie reagieren Touristinnen und Touristen darauf? Um diese und noch weitere Fragen zu vertiefen, lud die Evangelische Akademie Sachsen-Anhalt…

The anti-Jewish Relief on the Wittenberg Town Church and the History of Christian hostility towards Jews

Further Information on the Roll-Up Exhibition of the Protestant Academy Saxony-Anhalt
History of anti-Jewish Reliefs The defamatory Relief Sculpture on the Wittenberg Town Church The anti-Jewish relief on the Town Church probably dates from 1290 and was originally mounted on the north facade. In an obscene way, people depicted as Jews are shown sucking on the teats of a sow. One of them is looking into the sow’s anus. The motif…
History of anti-Jewish Reliefs The defamatory Relief Sculpture on the Wittenberg Town Church The anti-Jewish relief on the Town Church probably dates from 1290 and was originally mounted on the north facade. In an obscene way, people depicted as Jews are shown sucking on the teats of a sow. One of them is looking into the sow’s anus. The motif…

Das judenfeindliche Schmährelief an der Wittenberger Stadtkirche und die Geschichte christlicher Judenfeindschaft

Weitere Informationen zur Roll-Up-Ausstellung der Evangelischen Akademie Sachsen-Anhalt
Geschichte eines judenfeindlichen Schmähbilds Das Schmährelief an der Wittenberger Stadtkirche Das judenfeindliche Schmährelief an der Stadtkirche datiert vermutlich auf das Jahr 1290 und hing ursprünglich wahrscheinlich auf der Nordseite der Kirche. Auf obszöne Weise werden als Juden dargestellte Menschen abgebildet, die an den Zitzen einer Sau saugen. Einer schaut der Sau dabei in den Anus. Das Motiv ist Zeugnis jahrhundertelanger…
Geschichte eines judenfeindlichen Schmähbilds Das Schmährelief an der Wittenberger Stadtkirche Das judenfeindliche Schmährelief an der Stadtkirche datiert vermutlich auf das Jahr 1290 und hing ursprünglich wahrscheinlich auf der Nordseite der Kirche. Auf obszöne Weise werden als Juden dargestellte Menschen abgebildet, die an den Zitzen einer Sau saugen. Einer schaut der Sau dabei in den Anus. Das Motiv ist Zeugnis jahrhundertelanger…

Wohin mit dem Relief?

Workshop mit Kindern und Jugendlichen
Im Rahmen eines Projekttags der Kreuzbergeschule in Dessau kamen am 30. November Schülerinnen und Schüler der Siebten Klassen nach Wittenberg. Im Projekt „Alles Glaubenssache?“ der Evangelischen Akademien konnten sie mehr über Martin Luther lernen und sich mit der Reformationsgeschichte und der Stadt Wittenberg im 16. Jahrhundert auseinandersetzen. An der Stadtkirche wurden sie dabei auch mit den Schattenseiten der Reformation konfrontiert.…
Im Rahmen eines Projekttags der Kreuzbergeschule in Dessau kamen am 30. November Schülerinnen und Schüler der Siebten Klassen nach Wittenberg. Im Projekt „Alles Glaubenssache?“ der Evangelischen Akademien konnten sie mehr über Martin Luther lernen und sich mit der Reformationsgeschichte und der Stadt Wittenberg im 16. Jahrhundert auseinandersetzen. An der Stadtkirche wurden sie dabei auch mit den Schattenseiten der Reformation konfrontiert.…
Foto: CMelms/Ev. Akademie

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