Arbeitsbereich

Arbeitsbereich Theologie & Politik

Keine Theologie für die Gegenwart, sondern eine Theologie der Gegenwart.
Eine Theologie, die sich im Gespräch mit den religiösen Traditionen, den unterschiedlichen gesellschaftlichen Gruppen und politischen Bewegungen, den vielfältigen kulturellen Strömungen und wissenschaftlichen Disziplinen entwickelt – im Gespräch mit den Zeitgenoss*innen.

Für eine Politik, die auf Teilhabe und Teilnahme zielt und solidarisch im Sinne des Evangeliums ist.
Für fairen Diskurs und klare Positionen gegen Diskriminierung.

Ein offener Raum für die Begegnung und für Austausch von Ideen, Formen und Gedanken.

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Christoph Maier

Akademiedirektor und Studienleiter für Theologie und Politik
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Paul F. Martin

Studienleitung Theologie/ Gesellschaft/ Kultur
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Diskurs-Beiträge

Dankbarkeit lässt sich nicht outsourcen

Predigt zu 1. Korinther 6,9-20, gehalten am 25. Juli 2021 in der Schlosskirche, Lutherstadt Wittenberg.
Akademiedirektor Christoph Maier predigt am Tag der Deutschen Einheit und Erntedankfest über die Funktion der Dankbarkeit. Auch in einer hoch ausdifferenzierten und arbeitsteiligen Gesellschaft lässt sich Dankbarkeit nur persönlich empfinden und nicht an irgendwelche Spezialisten outsourcen. Das Kollektenwerk des Paulus wird so zum Beispiel wie gesellschaftlicher Zusammenhalt, Solidarität und Führsorge in der Dankbarkeit eine notwendige geistige Rückseite besitzen. In seiner…

Schuld – und wie sie moralisch wurde

Die Geschichte der Begriffe
Schulden machen abhängig. Das gilt für Einzelne wie für Staaten. Wer Schulden nicht begleichen kann, bleibt dauerhaft in dieser Abhängigkeit und wird nur wenige Möglichkeiten zu einem selbstbestimmten Leben haben. Auch das gilt nicht nur für Einzelne, sondern auch für Staaten oder sogar Kontinente. Bei Schulden geht es also immer auch um Fragen von Macht und Ohnmacht. Was aber, wenn…

Demokratie? – Eine Debatte II.

Alain Badiou - Das demokratische Wahrzeichen
Einer Umfrage des NABU zufolge berücksichtigt ein Großteil der älteren Generationen die Interessen der Jugend an einem wirksamen Schutz vor dem Klimawandel nicht bei der Wahlentscheidung (https://www.msn.com/de-de/nachrichten/politik/nabu-ist-erschreckt-für-ältere-spielt-klimaschutz-beim-wahlverhalten-geringe-rolle/ar-AAO1kw0).  Badious Überlegungen zur Demokratie in extrem verknappter Form: »Die zerstörerische Kraft des demokratischen Wahrzeichens konzentriert sich in dem von ihm geprägten Subjekt-Typus, dessen wesentliche Eigenschaft – um es mit einem Wort zu sagen…

Neben uns die Sintflut

Demokratie und Externalisierung
Faszinierend an den Avenger-Filmen von Marvel ist ihr quasi dystopisch-utopischer Gehalt, der eine neue Perspektive auf unsere Gegenwart öffnet. Waren die Utopien durch die Jahrhunderte und die Dystopien des vergangenen Jahrhunderts davon geprägt, der Welt eine bessere Kopie als Motivation oder eine schlechtere als Abschreckung anzubieten, kämpfen im Marvel-Universum die Held*innen vor allem darum, dass die Welt so bleibt, wie…

Muttersprache – eine Vorausschau

Ausstellung mit Bildern von Claudia Hauptmann
Das Bild ist ein Ausschnitt eines Andachtsbildes. In unseren sortierten Leben ist kein Platz für Pandemien – bis sich das Nichtvorgesehene ins Leben bringt. Wir machen die Erfahrung, wie fragil unser Gefüge ist. Diese Erfahrung ist weder neu noch ungewöhnlich. Für die meisten Menschen in der Geschichte und in den meisten Weltgegenden bis heute ist sie vertraut. Nur für uns…

Demokratie? – Eine Debatte

Giorgio Agamben - Einleitende Bemerkung zum Begriff der Demokratie
“Jeder Diskurs über den Begriff der ‘Demokratie‘ wird heute durch die ihm eingeschriebene Mehrdeutigkeit verfälscht, die jeden, der dieses Wort gebraucht, dazu verdammt, mißverstanden zu werden. Wovon spricht mal, wenn man von Demokratie spricht? Welcher Logik gehorcht dieser Begriff überhaupt?“ Mit dieser Feststellung und Frage beginnt nicht nur Agamben seinen Beitrag – damit werden auch die Debatten eingeleitet, zu denen…

Demokratie?

Eine Debatte
 – edition suhrkamp (ISBN 978 – 3 – 518 – 12611 – 0) In wenigen Tagen sind wieder etwa 60 Millionen Bürger*innen in Deutschland aufgerufen, bei der Bundestagswahl von ihrem demokratischen Grundrecht Gebrauch zu machen und bei der Wahl ihre Stimme abzugeben. Den meisten zu Wahl Aufgerufenen dürfte klar sein, dass wir als Gesellschaft wie als globale Gemeinschaft vor sehr…
Am 26. September ist ein Teil der Menschen, die über eine deutsche Staatsbürger*innenschaft verfügen, aufgerufen, bei der Wahl des neuen Bundestages ihre Stimme abzugeben, eine Partei zu wählen und dieser ein Mandat zu geben, mit dieser ihrer Stimme zu sprechen und Entscheidungen von allgemeiner und politischer Relevanz umzusetzen. Diese schlichte Aussage macht schon einige Probleme deutlich, die unsere realexistierende Demokratie…
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