Diskurs

Gegenwartslyrik VIII

Weil Sommer ist


Weil Sommer ist und ich
wie jede gute Tochter
die Felder fremder Herzen pflüge
um Hoffnung zu säen

was tut es
dass stattdessen Verzweiflung keimt
weil ich die dürstende Erde
mit Tränen begoss

die Ernteleute sind Schnitter
der übelsten Sorte
also setzt sich Verbitterung ab
im einst fruchtbaren Land
für das kein Korn gewachsen ist

Mai Fabia Rebentisch

Das Gedicht steht in dem Band „Aufwärts Fallen“ ISBN 978-3-7557-1494-1
– mit freundlicher Genehmigung der Autorin.

Arbeitsbereich Kultur
Denk­bewegungen
wörterfluss – Lesungen
Schlagwörter: Bildung, Kultur

Paul F. Martin

Studienleitung Theologie/ Gesellschaft/ Kultur

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