Arbeitsbereich

Arbeitsbereich Kultur

Literatur/ Bildende Kunst/ Musik

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Walter Martin Rehahn

Nebenamtlicher Studienleiter für Kunst und Kultur
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Paul F. Martin

Studienleitung Theologie/ Gesellschaft/ Kultur
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Diskurs-Beiträge

Gegenwartslyrik IV

Die Eltern im Herbst
Dann war es Herbst gewordenund da gefiel meinem kleinen Fensterbrettvogeldas Singen nicht mehr.Aber dafür werden immer im Herbstdie Toten so unruhig,und da kommt an manchen Abendenmich mein Vater besuchenund trägt einen blauen, wollenen Schal,von dem meine Mutter sagt,er hätte ihn am Tag meiner Geburtim Eisenbahnabteil verloren.Meine Mutter aberverschenkt in jedem Novemberein Stück von meines Vaters weißen Hemden.Und zur gleichen Zeit,wenn…
Die Antwort auf die Frage, ob es im Universum, in der Welt oder im Leben einen Sinn gibt, werden wir nicht im Universum, in der Welt oder im Leben finden, sondern immer nur in der Sprache. Die Unschärfe der Welt – ein Roman von Iris Wolff Ich lade Sie ein zur Lesung mit der Autorin am 15. September um 19:00…

Muttersprache – eine Vorausschau

Ausstellung mit Bildern von Claudia Hauptmann
Das Bild ist ein Ausschnitt eines Andachtsbildes. In unseren sortierten Leben ist kein Platz für Pandemien – bis sich das Nichtvorgesehene ins Leben bringt. Wir machen die Erfahrung, wie fragil unser Gefüge ist. Diese Erfahrung ist weder neu noch ungewöhnlich. Für die meisten Menschen in der Geschichte und in den meisten Weltgegenden bis heute ist sie vertraut. Nur für uns…

Gegenwartslyrik III

Die Sprache meiner Freunde I
Ich brauche neue Freundedie heimelig neben mir sitzenim 4-Augen-Gesprächmit übergeschlagenen Beinen und aufliegenden Armenauf dem Canapé ich brauche kein Bildich brauchenurdieses Licht der Zukunftin diesem neuen Raummit meinen Freunden von morgen ich brauche eure Wortekeinen Alkoholabereine neue Sprachedie ich verstehen muss so dass ich mehr wissen kanndie Sprache meiner Freundedie der Nahrung und der Langeweile. Marie Rotkopf Mit freundlicher Genehmigung…

Gegenwartslyrik II

Lieber noch, mit dir verglichen
Wenn ich durch ein Städtchen gehe,Hat die Ordnung aufgehört.Durch das Schuhwerk guckt die Zehe,Was den Spießer sehr empört. Rock und Hose sind zerrissen,Und mein weißer Bart zerzaust.Spießer, bin ich dein Gewissen,Weil dir vor mir gar so graust? Treffe ich dich auf der Gasse,Klopfe ich an deine Tür,Rümpfest du die Spießernase,Spuckst verächtlich aus vor mir. Gibst mir eine kleine Spende,Denn dein…

Gegenwartslyrik I

das ende der zukunft
in würde solle ich tragenso sagen sie und meinenmich wehrlos machenund dulden ohne schamwas sie mir anmaßen doch meine nacktheittrage ich verachte ihre kleider ist ihre würde meine scham und zeichen ihrer tyranneidie ich nunmehr nicht dulde orte voller grauen die siebeschreiben sind mein zielda mich die mauern diesie bauten ersticken wie der schutz den sie mir bieten mit bloßen füßen und ohneden…
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