Diskurs

Es ist dir gesagt, Mensch, was gut ist

Kurzandacht
Mikroandacht der EKIR fom 17.10.21
Mikroandacht der EKIR fom 17.10.21 – Quelle: https://www.facebook.com/ekir.de

Mit dieser Mikroandacht der Vikarin Eva Meisel aus Rheda-Wiedenbrückder, die am Sonntag auf der Facebook-Seite der Evangelischen Kirche im Rheinland veröffentlicht wurde, lade ich heute zum Nachdenken ein, was gut ist. Es lohnt sich die drei Aspekte genau zu lesen. Dreimal „mehr als nichts“. Viel ließe sich für unser Zusammenleben lernen, wenn das so einfach wäre, dieses „mehr als nichts“ umzusetzen. „Liebe üben. Das eigene Herz öffnen und Nachsicht mit anderen haben“, das bleibt bei mir hängen und scheint für mich die Verbindung zwischen der Befolgung der Gebote Gottes und demütig bewusst mit Gott zu gehen. Am besten gelingt das in der Versöhnung.

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Beim Schreiben dieser Andacht kam mir aber sofort auch eine Andacht, ein Bericht, des EKM-Jugendpfarrers Peter Herrfurth in den Sinn. Er beschreibt in der Reihe „Angedacht“ im MDR und auf der Facebook-Seite der Evangelischen Jugend in der EKM, wie das Kind Tilda zu Besuch kommt und über Menschen denkt, die auf der Flucht sind:

„Kinderspiele
Tilda war zu Besuch bei uns. Sie hat gespielt mit den Legosteinen. Eine große Kiste haben wir noch von unseren Kindern. Nicht nur bunte Bausteine, auch Figuren und Fahrzeuge sind dabei. Damit kann man toll spielen. Hausbau und Bauernhof; Schule und Arbeit – was Kinder eben so erleben.
Auch ein großes Boot ist in der Kiste. Das hat sie vollbesetzt mit vielen kleinen Legofiguren. Der Lokführer ist dabei, ein Rennfahrer mit Helm, ein Schlosser, eine Oma, ein Zoowärter, eine Mutter und ein paar Kinder, sogar ein Baby im Kinderwagen. Das Boot ist rappelvoll. Mehr passen nicht rein. Darum hat Tilda das kleine Schlauchboot angehängt. Da sitzen auch noch zwei Leute drin.“

Bootsflüchtende von Kind in Lego nachgebaut
Bootsflüchtende von Kind in Lego nachgebaut – Quelle: https://www.facebook.com/ekmd.de

„Tilda sagt: ‚Da ist Krieg, wo die herkommen. Jetzt müssen sie umziehen.‘
So einfach ist das in ihren Augen. Da ist Krieg. Da muss man umziehen. Alte und Junge, Zoowärter und Lokführer, Mütter und Kinder. Und die Oma nicht vergessen. Das kann doch jeder verstehen.

Tilda versteht das. Sie kapiert, was uns Erwachsenen Gott immer wieder und wieder ins Stammbuch schreibt: das geholfen werden muss, wenn einer in Not ist.

Das Boot ist schwer. Die Wellen schlagen hoch. Also ziehen wir das voll beladene Boot gemeinsam über unser Teppichmeer und laden alle an Land wieder aus und packen sie warm ein. Und wenn die Legosteine nicht reichen, für sie Häuser zu bauen, dann müssen Kissen und Kästen ran.“

Die Geschichte zeigt, wie wichtig es ist, dass wir uns und unsere Nächsten sehen, und wie einfach das aus Kinderaugen sein kann. Gut, dass wir Peter Herrfurth haben, gut, dass Tilda sich geöffnet hat und Liebe geübt hat, gut, dass wir einander sehen und Gott in unserer Mitte ist.

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Und so geht mit Gottes Segen in den Tag. Er möge euch die Kraft geben, an seiner Hand mit ihm durch den Tag zu gehen, das Richtige zu tun, nachsichtig mit euren Nächsten zu sein und Liebe zu üben. Amen.

Tobias Thiel

Studienleiter für gesellschaftspolitische Jugendbildung
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