Diskurs

Entwicklungs-Zusammenarbeit braucht Demokratie …

... und Demokratie braucht uns alle
Ist der Konsens gefährdet?

Demokratische Gesellschaften stehen zunehmend unter Druck. Polarisierte Diskurse, Vertrauensverluste und Desinformation erschweren den öffentlichen Austausch. Zugleich wachsen die globalen Herausforderungen, die lokal verhandelt werden müssen: Klimawandel, Migration, globale Gerechtigkeit und faire Wirtschaftsbeziehungen.

„Die fast unlösbare Aufgabe besteht darin, weder von der Macht der anderen noch von der eigenen Ohnmacht sich dumm machen zu lassen.“ Theodor W. Adorno, Minima Moralia (1951)

Als Eine Welt-Regionalpromotor nimmt Konstantin Gerber in seiner Arbeit die Schnittstelle zwischen globaler Verantwortung und lokalem Engagement in den Fokus. Die gewinnt vor dem Hintergrund der anstehenden Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt eine neue Relevanz. Die Eine Welt-Arbeit nimmt in diesem Kontext eine Schlüsselfunktion ein. Sie schafft Bewusstsein für globale Verantwortung, verbindet politische Ebenen mit gesellschaftlichen Perspektiven und setzt auf offenen, empathischen und demokratisch gestalteten Dialog. Ein gelingendes Miteinander und ein demokratischer Konsens sind Voraussetzung für diese Arbeit. In Sachsen-Anhalt ist dieser Konsens zunehmend gefährdet. Der gesellschaftliche Dialog verlangsamt sich oder bricht in Teilen weg. Die Eine Welt-Arbeit beschäftigt sich zwar vornehmlich mit globalen Transformationsprozessen und deren Auswirkungen auf Menschen und Umwelt. Ihre Leitprinzipien – Solidarität, globale Verantwortung, demokratischer Austausch – setzen aber voraus, dass gesellschaftliche Verständigungsprozesse funktionieren. Lokale Initiativen reagieren darauf bereits mit innovativen Formaten für alle Menschen, unabhängig ihres Wahlverhaltens.

Konstantin Gerber sagt: „Für die Zeit bis zur Landtagswahl, aber auch darüber hinaus kommt es für mich darauf an, globale Herausforderungen lokal verständlich zu machen, politische und gesellschaftliche Akteure wieder in Austausch zu bringen, Multiperspektivität zu ermöglichen, solidarisches, inklusives Handeln zu fördern und die demokratische Grundhaltung zu stärken.“

Ein demokratisch geführter Dialog ist nicht nur Methode, sondern Voraussetzung für wirksame Eine Welt-Arbeit. Wird dieser Dialog brüchig, sind auch fortschrittliche Ansätze in Klima, Migration, Bildung für nachhaltige Entwicklung und fairem Handel gefährdet.

Kirche aktiv

Konstantin Gerber

Regionalpromotor "Eine Welt"

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