Diskurs

BRIEFE 3/2021

Schwerpunkt: Wasser für den Wald im Wandel

Liebe Leserinnen und Leser,

es ist die Zeit der Herbstspaziergänge in Wald und Park. Das bunte Laub am Boden raschelt, und wenn auch noch die Sonne scheint, stellt sich schnell ein Gefühl von Zufriedenheit ein. Nutzen wir diese Zeit und tanken wir positive Energie! Denn Unzufriedenheit, manchmal Wut und oft Ohnmachtsgefühle kommen schnell wieder angesichts der Bilder und Nachrichten, die uns erreichen. 

Gerade berichtete die UNESCO, dass nur etwas mehr als die Hälfte der am stärksten geschützten Wälder weltweit real als CO2- Senke fungieren. So stoßen z. B. der Yosemite-Nationalpark in den USA oder die Blue Mountains in Australien mehr Kohlenstoff aus, als sie absorbieren. Grund sind neben Abholzungen vor allem Waldbrände.
(Quelle: https://whc.unesco.org/en/news/2344)

Auch der Blick in unsere Wälder macht uns Sorgen. Doch hier können wir etwas tun. Dass Waldbauern heute vor allem den Blick auf den Waldboden richten sollten und dass hier die Bedingungen für einen klimaresistenten Nutzwald der Zukunft geschaffen werden muss, erläutert György Asztalos in den Gelben Seiten. Jahrzehnte hat er als Kirchenrevierförster in den Wäldern des mitteldeutschen Trockengebietes gearbeitet, beobachtet und experimentiert. Er gibt hier seine Praxiserfahrungen und Schlussfolgerungen zur Nachahmung und Weiterentwicklung weiter.

Wir freuen uns wie immer auf Ihre Rückmeldungen, Kommentare und auch auf Ihre Erfahrungen. 

Ich wünsche Ihnen eine gesegnete Herbstzeit.

Ihre Siegrun Höhne

Geistliches Wort

Leider ist das Einfache oft nicht einfach 

von Paul F. Martin

In seinen Überlegungen zu Externalisierungsgesellschaft und der Frage, wie wir leben und wie wir leben sollten, bezieht sich Stephan Lessenich auf Kants Kategorischen Imperativ:

Handle stets so, dass die Maxime deines Handelns zur Maxime einer allgemeinen Gesetzgebung werden könnte.

Mit Blick auf unsere Lebensgewohnheiten bietet das eine interessante Perspektive. Sollten wir wollen können, dass alle Menschen in dem (relativen) Wohlstand leben wie wir? Diese Frage werden wir ohne Zweifel bejahen. Es wäre doch schön, wenn alle Menschen die Möglichkeiten hätten, die uns zur Verfügung stehen – mehr als ausreichend Nahrung, medizinische Versorgung und Zugang zu Bildung, Mobilität und Freizügigkeit. 

Wenn wir die Frage so betrachten, könnten wir zu dem Schluss kommen, dass unser Lebensstil moralisch gerechtfertigt ist.

Ändern wir aber nur um ein klein wenig die Perspektive – und genau das macht Lessenich in seinem Buch Neben uns die Sintflut – wird diese Vorstellung erschüttert. Denn die Frage, die wir uns eigentlich stellen müssen, lautet: Sollten wir wollen können, dass alle Menschen einen ähnlichen Ressourcenverbrauch haben wie durchschnittlich alle Menschen, die in Deutschland leben?

Auch darauf ist die Antwort ausgesprochen einfach: Nein. Denn das kann sich die Erde nicht leisten. Dem Verbrauch von drei Erden, die wir zur Deckung unserer Bedürfnisse brauchen, steht eine Erde gegenüber, die wir haben. Der Deal funktioniert also nur, wenn es ausreichend viele Menschen gibt, die wesentlich weniger zur Verfügung haben als wir, um unseren Überbedarf auszugleichen.

Wir können aus Überlebensinteresse nicht wollen, dass unser Handeln zur Maxime einer allgemeinen Gesetzgebung werde. Bei all dem, was wir uns selbst in die Tasche lügen, ist klar: Unser Lebensstil lässt sich nicht exportieren – die Folgekosten dagegen schon. Und diese exportieren wir ja auch schon in die Länder des globalen Südens und die Zukunft der Generationen, die noch keine Ansprüche anmelden können.

Damit ist aber auch klar nach dem kantschen Imperativ – unser Verhalten und unser Lebensstil sind moralisch nicht zu rechtfertigen.

Kants Imperativ lässt sich in der Goldenen Regel formulieren, die ja Allgemeingut der Menschheit ist und sich in allen Kulturen und Religionen findet: Was Du nicht willst, dass man Dir tu – das füg auch keiner Anderen zu.

Bei Jesus bekommt dieser Gedanke nun aber einen entscheidend anderen Zungenschlag, indem er nicht negativ, sondern aktiv formuliert: Alles, was Ihr wollt, dass Euch die Leute tun, das tut ihnen auch. 

Es geht also in der Frage nicht um Verzicht, sondern darum, wie wir aus unserer eigenen ethischen Überzeugung heraus leben sollten. Es geht darum, aktiv anderen Menschen – unseren Zeitgenoss*innen und den kommenden Generationen – ein lebenswürdiges Leben zu ermöglichen. Und das aus der einfachen Einsicht heraus, dass es richtig ist.

Nur leider ist das Einfache oft nicht einfach.

Personalie

Paul F. Martin

Paul F. Martin

Seit dem ersten März arbeite ich als Studienleiter für Theologie/ Politik und Kultur in der Evangelischen Akademie Wittenberg. Ein paar Informationen zu meinem Werdegang: Geboren wurde ich 1970 in Leipzig, ich wuchs in einem kirchenfernen Milieu auf. Im Jugendalter begann meine Annäherung an die Kirche, die zu meiner Taufe führte. Nach einer Ausbildung zum Buchhändler studierte ich Theologie und trat 2002 meine erste Pfarrstelle an. Neben der Gemeindearbeit beschäftigten mich in der Stelle vor allem Fragen einer nachhaltigen Regionalentwicklung und die Etablierung öffentlicher Diskurs-orte.

2006 wechselte ich auf die Pfarrstelle der Evangelischen Studierendengemeinde (ESG) Leipzig und arbeitete dort bis 2018. Im Anschluss unterrichtete ich an verschiedenen Gymnasien in Leipzig Religion.

Nun bin ich Teil des Teams der Evangelischen Akademie in Wittenberg. Schwerpunkte meiner Arbeit sind zum einen Überlegungen für eine Theologie der Gegenwart. Das schließt einen intensiven und voraussetzungsarmen Diskurs mit allen Wissenschaften und unterschiedlichen Lebenswelten ein. Zum Zweiten beschäftigen mich Fragen der Diskurskultur und der Gestaltung des gesellschaftlichen und gemeinschaftlichen Miteinanders, Macht- und Beteiligungsformen. Und als drittes versuche ich, der Gegenwartskultur Raum zu geben. Dabei habe ich eine gewissen Neigung zur Lyrik. Kunst eröffnet Diskursräume auf eine andere Weise und bietet dadurch Perspektiven, die im rationalen Diskurs zu kurz zu kommen drohen.

An der Ev. Akademie arbeiten wir als Team und über unsere Arbeitsbereiche hinaus. Darum freue ich mich auf Begegnungen auch mit Ihnen.

Paul F. Martin

Vortrag

„Adam & Eva im Klimawandel“
Schöpfungsglaube und Naturbewahrung 

von Dr. Aribert Rothe

Vortrag zum „Weltgebetstag für die Bewahrung der Schöpfung“, am 1. September 2021 in Erfurt am Kirchenpavillon der Bundesgartenschau (BUGA).

1. Zum „Tag der Schöpfung“
2. Zur ewig neuen Geschichte von Adam & Eva
3. Grundorientierungen im Schöpfungsmythos
4. Bedrohte Schöpfung im Klimawandel
5. Vom alten zum neuen Adam
6. Nachfolge Jesu und Schöpfungsbewahrung

1. Zum „Tag der Schöpfung“

Im Jahr 1989 lud der Ökumenische Patriarch von Konstantinopel Dimitrios „die ganze orthodoxe und christliche Welt“ ein, am 1. September „zum Schöpfer der Welt zu beten: mit Dankgebeten für die große Gabe der geschaffenen Welt und mit Bittgebeten für ihren Schutz und für ihre Erlösung“. Dies wurde in den darauffolgenden Jahren international aufgegriffen vom Weltrat der Kirchen und der Katholischen Kirche, seit 2010 auch von der ACK (Schöpfungszeit vom 1.-4. September).

Die zentrale Feier des ökumenischen Tags der Schöpfung 2021 wird am Samstag, 4. September 2021 am Bodensee, zugleich im Lindauer Hafen, in Bregenz und in Romanshorn (Schweiz), also erstmals in internationaler Verantwortung begangen. 

Das aktuelle Motto dort lautet: „Damit Ströme lebendigen Wassers fließen“ (Joh. 7,38). Wasser gehört zu Gottes Schöpfung und findet vielfältige Verwendung in vielen Lebensbereichen des Menschen. Es ist überlebenswichtig, lebensspendend, kraftgebend, durst stillend, und Wassermangel ist eine der schlimmsten Bedrohungen der heutigen Zeit. Wasser ist Leben! Aber Wasser kann auch zerstörerisch wirken, unreines Wasser macht krank, seine Urkraft kostet unter Umständen Menschenleben. Als eines der vier Elemente bestimmt es tagein, tagaus unsere Welt. Und wie oft vergessen wir seine Kostbarkeit, wenn wir selbstverständlich die Wasserhähne aufdrehen. Daher gilt es, dankbar zu sein für Gottes Gabe des Wassers. Und aus der Dankbarkeit erwächst die Verantwortung, das lebensnotwendige Gut für alle zu bewahren und es nicht zu verschwenden – für die heutigen Generationen und danach, „damit Ströme lebendigen Wassers fließen“ – wie es uns Gott in der Heiligen Schrift verheißt.

Der Tag der Schöpfung wird aber vielfältig und dezentral begangen. Unser Motto heute hier heißt: „Adam & Eva im Klimawandel“. Sie machen einen krassen Klimawandel durch – fallen aus dem Paradies in die raue irdische Situation.  

2. Zur ewig neuen Geschichte von Adam & Eva

Adam & Eva und kein Ende. Die Story ist nicht tot zu kriegen. Sie ist in der Literatur ja immer wieder spielerisch umgesetzt worden. Denken wir nur an Rudi Strahls Komödie „In Sachen Adam und Eva“, die damals in der DDR mit den Figuren spielte oder Ingo Schulzes „Adam und Evelyn“

Oder das lustige „Tagebuch von Adam und Eva“ von Mark Twain. Da ist Adam auch etwas früher auf der Welt, kann sich dort schon umsehen, bevor es mit der Ruhe dann vorbei war, als dieses langhaarige Wesen auf einmal die paradiesische Ruhe in nichts auflöste. Twain dreht den Spieß herum, er weist Eva die Rolle derjenigen zu, die erforscht, experimentiert, die neugierig ist auf die Welt und die wissen will, wie sie funktioniert. Adam hingegen wurde diese Unruhe leicht zu viel, er flüchtete dann auf einen Baum und trauerte den vergangenen Zeiten nach. Manchmal allerdings, wenn er sie anschaute, empfand er, wie schön sie war und dass das Leben mit ihr besser war als ohne sie. Und sie? Sie liebte ihn, weil er ein Mann war, weil er ihr Mann war. Twain ist da eine hübsche Geschichte gelungen, voll mit feinem Humor und viel Ironie, mit der er Eigenheiten von uns Männern und Frauen charakterisiert. Jetzt geht es aber einmal nicht um die Geschlechterbeziehung im Alten Orient und in der diversen Postmoderne, sondern um die Beziehung zur Erde und den geschöpflichen Auftrag des Menschen. 

3. Grundorientierungen im Schöpfungsmythos

Es sind spannende Urgeschichten, die am Anfang der Bibel stehen. Urgeschichten, weil sie etwas schildern, was aller Geschichte zu Grunde liegt. Sie erzählen nicht Ereignisse, die sich irgendwann einmal ereignet haben, sondern ein Geschehen, das auch heute unserem Erleben zu Grunde liegt, ein existentielles Geschehen, das sich immer wieder ereignet. Die ersten Kapitel der Bibel verdeutlichen, wie der Mensch zu verstehen ist und was das jüdisch-christliche Menschenbild auszeichnet. Die Bibel redet in Bildern. So ist der Garten Eden für sie nichts anderes als ein Modell der Welt, so, wie sie Gott sich gedacht hat, bevor der Mensch diese Welt durch seine Sünde zerstört hat.

Es sind zwei Schöpfungsgeschichten hintereinander, die sich ergänzen. Beide sind wichtig. In der ersten geht es um das Schöpfungswerk des Raumes in der Zeit und die Aufgabe des Menschen darin. Die Phasen der Schöpfungsentwicklung werden bildhaft geschildert in sieben Tagen: vom chaotischen Tohuwabohu der Ausgangslage bis zur Schaffung des Menschen als Ebenbild Gottes am sechsten Tag und zur gesegneten Ruhe am siebten. 

In der zweiten Erzählung, dem Mythos vom Paradies, geht es anders herum. Da wird zuallererst der Mensch geschaffen. Denn es geht um seine Bestimmung – Adam und Eva als Urtypen des Menschen, um ihr Verhältnis zueinander als Mann und Frau, um ihre Gottesbeziehung und ihr sündhaftes menschliches Verhalten.

Es wird uns ein Bild gemalt, wie paradiesisch die lebendige Schöpfung ursprünglich gedacht ist. Ihr Schöpfer ist quasi verliebt in sie – in die Urgestalten Adam und Eva und auch in Tiere und Pflanzen, in Wasser, Luft und Erde. Der Planet Erde ist ein kosmisches Wunder – der materielle Ausdruck der Liebe Gottes.

L: 1. Mose, 2,4b – 9; V. 15-18.

4 Es war zu der Zeit, da Gott der HERR Erde und Himmel machte. 5 Und alle die Sträucher auf dem Felde waren noch nicht auf Erden, und all das Kraut auf dem Felde war noch nicht gewachsen; denn Gott der HERR hatte noch nicht regnen lassen auf Erden, und kein Mensch war da, der das Land bebaute; 6 aber ein Nebel stieg auf von der Erde und feuchtete alles Land. 7 Da machte Gott der HERR den Menschen aus Erde vom Acker und blies ihm den Odem des Lebens in seine Nase. Und so ward der Mensch ein lebendiges Wesen. 8 Und Gott der HERR pflanzte einen Garten in Eden gegen Osten hin und setzte den Menschen hinein, den er gemacht hatte. 9 Und Gott der HERR ließ aufwachsen aus der Erde allerlei Bäume, verlockend anzusehen und gut zu essen, und den Baum des Lebens mitten im Garten und den Baum der Erkenntnis des Guten und Bösen. 10 Und es ging aus von Eden ein Strom, den Garten zu bewässern, und teilte sich von da in vier Hauptarme. 11 Der erste heißt Pischon, der fließt um das ganze Land Hawila, und dort findet man Gold; 12 und das Gold des Landes ist kostbar. Auch findet man da Bedolachharz und den Edelstein Schoham. 13 Der zweite Strom heißt Gihon, der fließt um das ganze Land Kusch. 14 Der dritte Strom heißt Tigris, der fließt östlich von Assyrien. Der vierte Strom ist der Euphrat. 15 Und Gott der HERR nahm den Menschen und setzte ihn in den Garten Eden, dass er ihn bebaute und bewahrte.

Dann werden die Tiere erschaffen und der Mensch darf sie benennen, aber selber trägt er noch keinen Namen. Und schließlich baut Gott auch das Weib: 

L: V. 23-25. 

23 Da sprach der Mensch: Das ist doch Bein von meinem Bein und Fleisch von meinem Fleisch; man wird sie Männin nennen, weil sie vom Manne genommen ist. 24 Darum wird ein Mann seinen Vater und seine Mutter verlassen und seiner Frau anhangen, und sie werden sein ein Fleisch. 25 Und sie waren beide nackt, der Mensch und seine Frau, und schämten sich nicht.

Es kommt, wie es kommen musste – zum Sündenfall, aber auch zur moralischen Erkenntnis von Gut und Böse: 

L: 3,1-8.

1 Und die Schlange war listiger als alle Tiere auf dem Felde, die Gott der HERR gemacht hatte, und sprach zu der Frau: Ja, sollte Gott gesagt haben: Ihr sollt nicht essen von allen Bäumen im Garten? 2 Da sprach die Frau zu der Schlange: Wir essen von den Früchten der Bäume im Garten; 3 aber von den Früchten des Baumes mitten im Garten hat Gott gesagt: Esset nicht davon, rühret sie auch nicht an, dass ihr nicht sterbet! 4 Da sprach die Schlange zur Frau: Ihr werdet keineswegs des Todes sterben, 5 sondern Gott weiß: an dem Tage, da ihr davon esst, werden eure Augen aufgetan, und ihr werdet sein wie Gott und wissen, was gut und böse ist. 6 Und die Frau sah, dass von dem Baum gut zu essen wäre und dass er eine Lust für die Augen wäre und verlockend, weil er klug machte. Und sie nahm von seiner Frucht und aß und gab ihrem Mann, der bei ihr war, auch davon und er aß. 7 Da wurden ihnen beiden die Augen aufgetan und sie wurden gewahr, dass sie nackt waren, und flochten Feigenblätter zusammen und machten sich Schurze. 8 Und sie hörten Gott den HERRN, wie er im Garten ging, als der Tag kühl geworden war. Und Adam versteckte sich mit seiner Frau vor dem Angesicht Gottes des HERRN zwischen den Bäumen im Garten.

Und nun bekommt das Kind, das zum Manne geworden ist, auch seinen Namen. Das klangvolle Wort „Adam“, das in der Schöpfungserzählung als Eigenname gebraucht wird, bedeutet schlicht Mensch“. 

Auf das ähnlich klingende Wort Adamah („Erde, Erdboden“) wird durch den Schöpfungsakt Bezug genommen. Das Wortspiel zwischen diesen beiden Wörtern für die Erde und für den Menschen zeigt uns die enge Beziehung zwischen Mensch und Erde. Wir Menschen sind von der Erde genommen und werden wieder zur Erde zurückkehren. Der Mensch ist aus dem gleichen Material wie die ganze Schöpfung gemacht. Humus des Lebens! Mehr als 9 cm fruchtbarer Erde sind es nicht, von dem alles Leben zehrt. Doch täglich werden 86 Millionen Tonnen Boden zerstört.

Heute, angesichts der Bedrohung der Schöpfung, merken wir, wie tiefsinnig diese märchenhafte Geschichte ist. Sogar die Rede von der Umwelt bringt uns auf eine falsche Spur. Da ist nicht der Mensch und auf der anderen Seite das, was ihn umgibt, sondern der Mensch ist ein Teil der Schöpfung. Zu Recht reden viele lieber von Mitwelt. Schon vor vielen Jahren hat deswegen der Theologe und Urwalddoktor Albert Schweitzer die in der Bibel angelegte Verflochtenheit allen Lebens miteinander in seiner Ehrfurcht vor dem Leben so zum Ausdruck gebracht: „Ich bin Leben inmitten von Leben, das leben will.“

Zurück zu Adam und Eva. Der Mensch schämt sich. Doch Verstecken hilft nicht. Frau und Mann müssen sich verantworten, d.h. Gott Rede und Antwort stehen: 

L: 3,9-13. 

9 Und Gott der HERR rief Adam und sprach zu ihm: Wo bist du? 10 Und er sprach: Ich hörte dich im Garten und fürchtete mich; denn ich bin nackt, darum versteckte ich mich. 11 Und er sprach: Wer hat dir gesagt, dass du nackt bist? Hast du gegessen von dem Baum, von dem ich dir gebot, du solltest nicht davon essen? 12 Da sprach Adam: Die Frau, die du mir zugesellt hast, gab mir von dem Baum und ich aß. 13 Da sprach Gott der HERR zur Frau: Warum hast du das getan? Die Frau sprach: Die Schlange betrog mich, sodass ich aß.

Im Fortgang der Geschichte wird zuerst die gefährliche Schlange – Sinnbild der Verführung – verflucht und danach werden die existentiellen Mühen und das Ende des Lebens hergeleitet: 

L: 3,16-19

16 Und zur Frau sprach er: Ich will dir viel Mühsal schaffen, wenn du schwanger wirst; unter Mühen sollst du Kinder gebären. Und dein Verlangen soll nach deinem Mann sein, aber er soll dein Herr sein. 17 Und zum Mann sprach er: Weil du gehorcht hast der Stimme deiner Frau und gegessen von dem Baum, von dem ich dir gebot und sprach: Du sollst nicht davon essen –, verflucht sei der Acker um deinetwillen! Mit Mühsal sollst du dich von ihm nähren dein Leben lang. 18 Dornen und Disteln soll er dir tragen, und du sollst das Kraut auf dem Felde essen. 19 Im Schweiße deines Angesichts sollst du dein Brot essen, bis du wieder zu Erde wirst, davon du genommen bist. Denn Staub bist du und zum Staub kehrst du zurück.

Hier wird realistisch die Kehrseite der Arbeit „im Schweiße deines Angesichts“ beschrieben, wenn wir sie als Strafe und notwendige Bewährung erfahren: „Wer nicht arbeitet, soll auch nicht essen“ steht auch in der Bibel (2. Thess., 3,10).

Und jetzt bekommt auch die Frau endlich ihren Namen in der Erzählung: 

L: 3,20 

20 Und Adam nannte seine Frau Eva; denn sie wurde die Mutter aller, die da leben.

Der Name „Eva“ (das wird mit dem Verb leben, am Leben bleiben in Verbindung gebracht und bedeutet daher „die Belebte“. Dieser Name wird im Alten Testament nur an zwei Stellen genannt, nämlich hier in Gen 3,20 und noch mal in Kap. 4,1. Zuvor wird sie stets nur als „Frau“ Adams bezeichnet. Die hebräischen Wörter für Frau und Mann sind einander sehr ähnlich. Es handelt sich auch um ein Wortspiel: So, wie der Mensch aus der Erde hervorgeht, so geht die Frau aus dem Mann hervor.

L: 21-24

21 Und Gott der HERR machte Adam und seiner Frau Röcke von Fellen und zog sie ihnen an. 22 Und Gott der HERR sprach: Siehe, der Mensch ist geworden wie unsereiner und weiß, was gut und böse ist. Nun aber, dass er nur nicht ausstrecke seine Hand und nehme auch von dem Baum des Lebens und esse und lebe ewiglich! 23 Da wies ihn Gott der HERR aus dem Garten Eden, dass er die Erde bebaute, von der er genommen war. 24 Und er trieb den Menschen hinaus und ließ lagern vor dem Garten Eden die Cherubim mit dem flammenden, blitzenden Schwert, zu bewachen den Weg zu dem Baum des Lebens.

„ … dass er die Erde bebaute, von der er genommen war“. Ähnlich heißt es schon im 1. Schöpfungsbericht: „Gott nahm den Menschen und setzte ihn in den Garten Eden, dass er ihn bebaute und bewahrte“ (Gen 2, 15).  So ist das „herrschen und untertan machen“ (Gen 1, 28) nämlich gemeint. In unserem gesamten Umgang mit unserer Welt soll sich beides widerspiegeln, das Bebauen und das Bewahren. Gott will, dass wir seinen Garten pflegen. Arbeit gehört von Anfang an zum Menschsein hinzu und ist also nicht erst eine Folge der Sünde. Jeder Mensch braucht Arbeit. Er braucht das Gefühl, gebraucht zu werden. Zum Menschsein gehört die Erfahrung, ich kann etwas gestalten. Ich bin für etwas gut.  

Die Bibel kennt keine Naturromantik. Nicht die wilde und unbearbeitete Natur ist das Beste, frei nach dem Motto: „Einfach wachsen lassen!“ Nein, der biblische Schöpfungsbericht gibt den Menschen den Auftrag, die Erde zu bebauen. Wir Menschen haben für diese Erde einen Gestaltungsauftrag – sie zu kultivieren! Wir sollen etwas aus dieser Welt machen. Wir dürfen und sollen den Garten so bearbeiten, dass er Frucht bringt. Eine wichtige Aufgabe des Gartens ist, dass durch seine Früchte die Menschen satt gemacht werden sollen. Denn die Erde macht es möglich, dass alle Menschen genug zu essen haben. Die Erde ist die Grundlage für Leben. (Nach: Abromeit, 2015)

4. Bedrohte Schöpfung im Klimawandel

Ist der Klimawandel unaufhaltsam naturzerstörerisch? Oder reichen der politische Wille einerseits und die Kraft zur Verhaltensänderung der Bevölkerungen, ihn zu begrenzen? Die neuesten Zahlen des Klimawandels und die Naturkatastrophen dieses Jahres sprechen eine deutliche Sprache. Wir wissen heute: Unsere mehr oder weniger kultivierte Welt kann auch untergehen, wenn die Balance zwischen Bebauen und Bewahren gestört ist. Die Art und Weise der Bebauung darf nicht zu einer Zerstörung des Bodens und der Erde führen. Wenn Menschen die Gier treibt, nur zu kriegen, also einander zu bekämpfen und die Natur durch Übernutzung kaputt zu machen, handeln sie ihrer Bestimmung zuwider. Dass die Sahara und andere Wüsten einst blühende Gegenden waren, ist ein Warnzeichen. Schon die biblische Geschichte von der Sintflut zeigt elementar, wie bedroht die Schöpfung durch die Sünde des Menschen ist. Sie zeigt uns aber auch, dass Gott rettet und neue Wege aufzeigt. 

5. Vom alten zum neuen Adam

Es gibt ja die Redewendung vom alten Adam, der in uns steckt, und den wir besser ausziehen sollten. Das stammt auch aus der Bibel, aber aus dem NT, von Paulus her. Er hat dem alten Menschentypus Adam, der sterben muss, Jesus Christus als neuen Adam gegenübergestellt, der das ewige Leben eröffnet. Der Apostel geht davon aus, dass der Tod durch Adam und Eva in die Welt gebracht wurde und in der Auferstehung Jesu das Paradies wieder erschlossen ist.

Mit Bezug zu Adams Sündenfall haben Augustinus u. a. die Theorie der Erbsünde entwickelt, die nur im Geist Christi überwunden werden kann. Wie auch immer – jedenfalls werden die Christen dazu aufgefordert, den alten Menschen in sich mit seinen sündhaften Begierden abzulegen und Jesus nachzufolgen. „Wie geschrieben steht: Der erste Mensch, Adam, ‘wurde zu einem lebendigen Wesen’ (Gen 2,7), und der letzte Adam zum Geist, der lebendig macht“ (1. Kor 15, 45; vgl. Röm 5,12–21, Röm 8,1–17, Gal 5,13–26).

6. Nachfolge Jesu und Schöpfungsbewahrung

Dieser erlösende „Geist, der lebendig macht“, enthält auch die irdische Lösung für die Bewahrung der Schöpfung. Beim neuen Adam Jesus finden wir ganz aktuell die strategische Haltung zur Überwindung der Krise. Jesus ist ein guter Naturbeobachter und Naturpoet. Wir müssen nur seine bildreiche Botschaft übertragen in die Problemzonen unserer Zeit, dann können sie ihre heilsame Wirkung entfalten. Jesus sagt Elementares über Essen und Trinken, Nahrung und Natur, Säen und Ernten, die Vögel des Himmels und die Lilien des Feldes. Er spricht in Bildern, die die Zusammenhänge der Schöpfung ganz ernst nehmen: von Blumen und Brot, vom Backen und Bauen, von Erde, Gras und Frucht, von Hecken und Herden, von Reben und Wein, Sand und Senfkorn, Samen und Sauerteig. Achtsam ruft er zum Verstehen und Versöhnen, zur Umkehr nach Leben und Licht, Gott und Geist. Denn der Schöpfer als Vater liebt seine gesamte Schöpfung.

Bei Jesus finden wir sogar die Begründung für das Solarzeitalter. „Unser himmlischer Vater lässt seine Sonne scheinen auf böse wie auf gute Menschen“, sagt Jesus mitten in der Bergpredigt. Sie scheint für alle und schickt jeden Tag 15.000 mal soviel Energie auf die Erde, wie alle Menschen derzeit verbrauchen. Das macht sie voraussichtlich noch rund viereinhalb Milliarden Jahre, während das Erdöl in vierzig oder fünfzig Jahren zu Ende geht. Die Lösung aller Energieprobleme steht am Himmel vor aller Augen! Und der größte Teil aller Umweltprobleme sind Energieprobleme. Mit seinem ewig gültigen Bild von der Sonne des Vaters und dem Vater als der Sonne hinter der Sonne legt Jesus den spirituellen und ethischen Grundstein für die solare Orientierung. Nun ist auch die praktische Umsetzung lebensnotwendig. 

Die äußere Energiekrise spiegelt die innere spirituelle Energiekrise. Heilung und Rettung kann nur von innen kommen, meint Jesus: „Das Reich Gottes ist inwendig in euch.“ Vor 2000 Jahren hat der junge Mann aus Nazareth gelehrt: Wer staunen, lieben und lernen kann, gehört zu den Gesegneten dieser Erde. Dank der guten Schöpfung des Vaters reicht es auf dieser Erde für die Bedürfnisse aller, nicht aber für jedermanns Habgier. So ist auch seine wunderbare Brotvermehrung als „Gleichnis des Miteinanderteilens“ (Roger Schutz) zu verstehen und so zu leben: auf Vertrauen zu setzen und daraus Konsequenzen der Nächstenliebe zu ziehen. Die Theologie der Bewahrung der Schöpfung und das christliche Verständnis von sozialem Engagement und Mitmenschlichkeit ermutigen zum hoffnungsvollen Handeln. Damit auch Adam Adamowitsch und Ewa Ewanowna, Adam und Eve und ihre Enkel eine Zukunft haben.

Aus den Landeskirchen

Ökumenischer Weg in Sachsen

Der ökumenische Weg für Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung in Sachsen ist ein Gemeinschaftsprojekt der Ev.-luth. Landeskirche Sachsens, des Bistums Dresden-Meißen und der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Sachsen. Die Initiative hat zum Ziel, die Verbindung zwischen christlichem Glauben und Engagement für Chancengleichheit, Konfliktlösung sowie Nachhaltigkeit zu stärken in der Tradition des Konziliaren Prozesses. Das Projekt unterstützt, ermutigt und fördert Kirchen und Gemeinden in Sachsen auf diesem Weg. Dabei setzt es auf das ökumenische Miteinander und das Engagement aller Generationen.

Die AG „Ökumenischer Weg“ bietet Unterstützung für Gemeinde- und Themenabende, Jugend- und Gemeindegruppen sowie Aktionen auf dem Ökumenischen Weg und vermittelt passende Fachpersonen für zahlreiche Themen. Zugleich dient die Initiative als Multiplikator für gelungene Projekte. Projekte für Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung, die positive Veränderungen nach innen und außen bewirken, können auf der Website, per Newsletter und in den sozialen Medien vorgestellt werden. So erhalten sie eine größere Reichweite und sind Anregung für weitere Gemeinden.

Weitere Informationen erhalten Sie auf der Projektseite des Ökumenischen Wegs:

www.oekumenischerweg.de/
Ev.-Luth. Landesjugendpfarramt Sachsens
Tel: 0351 64756483

Oekumenischer Weg

Veranstaltungshinweis

Was ist der Mensch?
Kann Bewusstsein durch Künstliche Intelligenz erzeugt werden?

Tagung des Arbeitskreises Naturwissenschaft und Spiritualität am
12.–14. November 2021 in der Evangelischen Akademie Sachsen-Anhalt

Der nächste Akt der technischen Revolution steht im Zeichen der sog. Künstlichen Intelligenz (KI). Ging es bei der Digitalisierung bisher um die Befreiung des Menschen von Routinearbeit, die Computer viel schneller und fehlerfrei verrichten können, so geht es nun um Fähigkeiten, über die bisher nur Menschen verfügen wie die Erkennung von Gesichtern und Mustern z.B. bei Fingerabdrücken, Handschriften, gesprochener Sprache u. Ä. Dies leisten für Computer programmierte „lernfähige“ sog. neuronale Netze. Nun wird erwartet, dass die Zahl der Netzknoten und die Komplexität ihrer Verknüpfung so gesteigert und mit Datenspeichern verbunden werden können, dass sie eines Tages sogar Bewusstsein entwickeln und „humanoide Roboter“ damit ausgestattet werden können. Der Kinofilm „Ich bin dein Mensch“ zeigt, wohin das führen kann.

Wäre das nicht die ultimative Hybris, die sich über die biblische Warnung aus Gal. 6,7 „Irret euch nicht, Gott lässt sich nicht spotten, denn was der Mensch sät, das wird er ernten“ nur lachend hinwegsetzt? Gegen diese Hybris sprechen Erkenntnisse der Humanwissenschaften, der Philosophie und Theologie sowie eine intuitive Abwehr Vieler. Prominente Wissenschaftler wenden ein, es sei doch erwiesen, dass menschlicher Verstand nicht algorithmisch arbeite, weil Bewusstsein auf einem makroskopischen Quantenzustand im Gehirn beruhe, der eben nicht technisch simuliert werden könne. In Vorträgen und gemeinsamem Nachdenken wollen wir diesen Fragen nachgehen, um Orientierung zu finden.

Siegrun Höhne und Dr. habil. Hans-Jürgen Fischbeck, Arbeitskreis Naturwissenschaft und Spiritualität an der Studienstelle für Naturwissenschaft, Ethik und Bewahrung der Schöpfung (KFH seit 1927)

Aus dem Programm:

Einführung mit Blick auf die aktuelle Situation: Human Brain Project
Dr. habil. Hans-Jürgen Fischbeck

Poetische Einwürfe von Magdalene Schönhoff

Was ist, was kann Künstliche Intelligenz?
Clemens Paul, Informatiker, Berlin

Neuer Humanismus – das naturalistische Menschenbild aus Sicht der Giordano Bruno Stiftung
Helmut Fink, Physiker, Erlangen

Ganzheitliches Menschenbild, Vortrag online
Fabian Scheidler, Publizist, Berlin
Autor des Buches „Der Stoff, aus dem wir sind“

Warum Bewusstseinsphänomene einem reicheren Zeitbegriff folgen als maschinelle Prozesse
Gottfried Böhme, Philosoph, Leipzig

Informationen und Kontakt: 
Kristin Grafe, Tagungsassistentin
Tel.: 03491 4988-0 

Gemeinwohlprämie statt Subvention?
Reihe: Bauernfrühstück


Tagung des Arbeitskreises Landwirtschaft und Umwelt am
Samstag, 27. November 2021, 10 bis 13 Uhr in der Evangelischen Akademie

Das Konzept der Gemeinwohlprämie, erarbeitet vom Deutschen Verband für Landschaftspflege, beruht auf dem Grundsatz, dass Landwirtschaftsbetriebe dann Umweltleistungen erbringen, wenn diese sich im Unternehmenskonzept als einkommensrelevant darstellen lassen. Es beinhaltet einen Katalog von 19 Maßnahmen aus den Bereichen Biodiversitäts-, Klima- und Wasserschutz, aus denen Betriebe die für sie passenden Maßnahmenkombinationen auswählen können. Bietet dieser Ansatz einen Ausweg aus der unflexiblen und im Umweltbereich bisher wenig erfolgreichen EU-Agrarförderung?

Referent: Sönke Beckmann, Deutscher Verband für Landschaftspflege, Koordinierungsstelle Schleswig-Holstein. Er stellt das DVL- Konzept der Gemeinwohlprämie und ihre Auswirkungen auf Landwirtinnen und Landwirte vor, berichtet über die Ergebnisse von Erprobungen und die Chancen, das Konzept in der EU Agrarförderung einzubringen.

Siegrun Höhne und Dr. Gerd Pfeiffer, Arbeitskreis Landwirtschaft und Umwelt an der Studienstelle für Naturwissenschaft, Ethik und Bewahrung der Schöpfung (KFH seit 1927)

Informationen und Kontakt:
Kristin Grafe, Tagungsassistentin
Tel.: 03491 4988-0 

Buchtipp

Die Welt reparieren


Weltweit entstehen immer mehr Initiativen des Selbermachens, in denen eine Vielfalt von Anliegen und Problemen kollektiv bearbeitet werden. In diesen – jenseits von Markt und Staat angesiedelten – kollaborativen Zusammenhängen wird ein basisdemokratisch orientiertes Verständnis von Zusammenleben und Urbanität erprobt und zugleich nach ökologisch und sozial sinnvollen Lösungen für grundlegende Formen der Versorgung mit Nahrungsmitteln, Energie sowie für alle zugängliche Technik gesucht. Dabei entstehen faszinierende neue Formen des gemeinsamen Produzierens, Reparierens und Tauschens von Dingen, die die industrielle Logik des 20. Jahrhunderts herausfordern und sogar auf den Kopf stellen.

Das Buch widmet sich der visionären Kraft dieser vielversprechenden innovativen Praxis und bietet zugleich eine gesellschaftliche Einordnung der neuen »Labore« gesellschaftlicher Transformation.








Zu bestellen als Druckexemplar oder als Pdf unter:

www.transcript-verlag.de/978-3-8376-3377-1
Gedruckt: 19,99 EUR
ISBN 978-3-8376-3377-1

E-Book (PDF), Open Access
kostenfrei
ISBN 978-3-8394-3377-5

Vom Wert der Vielfalt
Biodiversität als Bewährungsprobe der Schöpfungsverantwortung


Expertentext vom 26. April 2021
Hrsg.: Deutsche Bischofskonferenz

Biodiversität umfasst die Vielfalt der Tier- und Pflanzenarten, der genetischen Ressourcen und der Ökosysteme auf der Erde. Der Expertentext thematisiert die dramatischen Verluste im Bereich der Biodiversität und deren Auswirkungen. Dieser Verlust zählt neben dem Klimawandel als größte ökologische Herausforderung und scheint auch das Risiko von globalen Gesundheitsgefährdungen zu erhöhen.

Auf Grundlage von biologischen, ökonomischen, philosophischen und theologischen Überlegungen wird in diesem Expertentext das Verhältnis des Menschen zur Natur beleuchtet und insbesondere für eine neue Wertschätzung der Natur und Biodiversität geworben. Der Text in der Verantwortung der Kommission für gesellschaftliche und soziale Fragen bietet außerdem konkrete Ansatzpunkte für eine Verbesserung der Situation: Dazu zählen Überlegungen zu einer Umorientierung der Landwirtschaft und zu einer nachhaltigeren Ausrichtung der Landnutzung sowie der Ernährung. Reflexionen zum eigenen Handeln der Kirche sowie zu ihrer Rolle als zivilgesellschaftliche Impulsgeberin für Dialog schließen das Dokument ab.

Kinder-Buchtipp

Die Windradreiter


Eines Nachts findet sich die Ich-Erzählerin Christina am Fuße einer großen Windenergieanlage wieder. Nach dem Besteigen der Anlage trifft sie auf dem Gondeldach ihren Kletterfreund Kenji und stellt fest, dass Kenji, wie sie auch, ein Amulett mit einem Windrad-Symbol trägt.

Während sie über die Bedeutung des Symbols rätseln, löst sich plötzlich die Gondel vom Turm. Der Turm bleibt am Boden im Nebel zurück, während sich Gondel und Flügel in die Luft erheben. Zusammen mit dem waghalsigen Lukas brechen sie auf zu einer Abenteuerreise, die sie um die ganze Welt an Orte führt, die vom Klimawandel betroffen sind. Während sie mit den Tücken der sich ausbreitenden Wüsten, Regenwaldvernichtung, schmelzenden Gletschern und Meeresspiegelanstieg kämpfen, wächst ihre Gemeinschaft.

Doch können sie, obgleich sie die Asthmakrankheit von Kenji und die Dringlichkeit, noch vor Abzug des Nebels wieder am Startplatz sein zu müssen, zur Rückkehr zwingen, das Geheimnis der Amulette entschlüsseln?
Quelle: www.die-klimaschutz-baustelle.de

Das Kinder- und Jugendbuch ist kostenlos kopierbar und verbindet alternative Zukunftstechnologien und den Trendsport Klettern mit den weltweit auftretenden Klimaproblemen.







Das 115-seitige E-Book kann hier
(www.die-klimaschutz-baustelle.de/klimageschichten.html)
als PDF (620 KB), EPUB (450 KB)
oder Mobi (420 KB) heruntergeladen werden.
Der Download ist frei.

Themenseiten – Wasser für den Wald im Wandel

Argumente und Vorschläge für den Umbau der Kiefernwälder im nordostdeutschen Tiefland Sachsens, Sachsen-Anhalts & Brandenburg

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