Kritik der reinen Vernünftigkeit. Politik und Gesellschaft im Stresstest

Wir erleben gesellschaftlich nicht nur ein Erstarken totalitär-rechter Ideologien, sondern auch eine Diskurskultur, in der scheinbare Gewissheiten nicht mehr tragen. Wissenschaftliche Erkenntnisse werden infrage gestellt. Historische Ereignisse geleugnet oder uminterpretiert. Rationalität kommt angesichts der Wiederkehr geschlossener Weltbilder scheinbar an ihre Grenzen. Wie aber umgehen damit, dass Menschen aus irrationalen Überzeugungen irrationale Entscheidungen von großer und potenziell demokratiegefährdender Reichweite treffen? Was wäre eine sinnvolle Reaktion auf das mit dem Etikett postfaktisch versehene Leugnen von Fakten? Ein Ansatz soll in der Ringvorlesung versucht werden als eine Kritik reiner Vernünftigkeit. Dabei unterstellen wir, dass irrationale Handlungen Rationalitäten folgen, die auf einer bestimmten Rationalitätsebene nicht in den Blick kommen und auch nicht diskutiert und entkräftet werden können, weil sie auf etwas anderes verweisen. Dieses andere soll in den Blick genommen werden – vor allem in der sozialen Dimension, damit die Gesellschaft nicht auseinanderbricht.

Dabei wird die Rolle der Politiker*innen und der Medien diskutiert und paradigmatisch am Problem der gesellschaftlichen Ungleichheit verdeutlicht, was eine Gesellschaft befrieden kann und was die inneren Spannungen verschärft.

Die Veranstaltungen finden im Roncalli-Haus statt.

In Kooperation mit der Katholische Akademie des Bistums Magdeburg und der Friedrich-Ebert-Stiftung.

Paul F. Martin

Studienleitung Theologie/ Gesellschaft/ Kultur
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Diskurs-Beiträge

Heimat im 21. Jahrhundert:

Heimat finden: Vom Leben in einer ungewissen Welt - Magdeburger Ringvorlesung vom 20. April 2022.
Und was, wenn es Heimat gar nicht als Singular gibt? Wenn wir Menschen nicht eine Heimat haben, sondern Heimaten? Und wenn es auch gar nicht um Identität geht, sondern darum, sich in die jeweiligen Gegebenheiten zu integrieren als einem ständigen Wandel, weil Veränderungen unser Leben als Menschen immer bestimmen? Was ist und bleibt dann Heimat? Über diese Fragen hat mit…
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Heimat im 21. Jahrhundert: Wohin geht der Trend – raus aufs Land oder Flucht in die Stadt

Rückblick auf die zweite Veranstaltung der Magdeburger Ringvorlesung am 23. Februar 2022
In Berlin – da kann man so viel erleben. In Brandenburg soll es wieder … – So sang einst Rainald Gräbe. Klischee oder Problem? Gibt es eine Stadtflucht oder wird das Land wieder zur Option – in Zeiten steigender Mieten in den Großstädten etwa? Und was braucht es, um ländliche und ländlichste Räume wieder attraktiv(er) zu machen für Menschen, die…
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Heimat im 21. Jahrhundert: Bischof Feige und Landesbischof Kramer im Gespräch

Rückblick auf die erste Veranstaltung der Magdeburger Ringvorlesung
Am 26. Januar eröffneten Bischof Dr. Gerhard Feige und Landesbischof Friedrich Kramer im Gespräch mit der Zeit-Autorin Cosima Schmitt in der Johanneskirche die zehnte Magdeburger Ringvorlesung. Diese wird verantwortet durch die Friedrich-Ebert-Stiftung, Landesbüro Sachsen-Anhalt, der Evangelischen Akademie Sachsen-Anhalt, dem Roncalli-Haus und der Katholischen Akademie des Bistums Magdeburg. In diesem Jahr steht sie unter der Überschrift: „Heimat im 21. Jahrhundert –…
Am 26. Januar eröffneten Bischof Dr. Gerhard Feige und Landesbischof Friedrich Kramer im Gespräch mit der Zeit-Autorin Cosima Schmitt in der Johanneskirche die zehnte Magdeburger Ringvorlesung. Diese wird verantwortet durch die Friedrich-Ebert-Stiftung, Landesbüro Sachsen-Anhalt, der Evangelischen Akademie Sachsen-Anhalt, dem Roncalli-Haus und der Katholischen Akademie des Bistums Magdeburg. In diesem Jahr steht sie unter der Überschrift: „Heimat im 21. Jahrhundert –…
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