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Veranstaltung

28.10.2022 – 30.10.2022  | 
Ev. Akademie Sachsen-Anhalt

Der Anspruch der Übersetzung

Vor 500 Jahren übersetzte Martin Luther das Neue Testament ins Deutsche. Im September 1522 wurde es in Wittenberg erstmals gedruckt. Das „Septembertestament“ steht am Anfang einer intensiven Übersetzungsarbeit der Reformatoren. Denn auch nach dem Erscheinen der ersten Vollbibel 1534 hörten die Redaktionsarbeiten nicht auf – im ständigen Ringen um bessere Verständlichkeit. Übersetzen bedeutet, Wörter von einer Sprache in eine andere zu übertragen. Übersetzen bedeutet aber auch, eine fremde Kultur in der je eigenen verständlich zu machen. An drei Übersetzungen des Neuen Testaments wird dieses Miteinander – oder Gegeneinander? – des Fremden und Eigenen analysiert und diskutiert. Die Ansätze sind sehr unterschiedlich und reichen von einer Übersetzung, die philologisch präzise dem Original folgt, bis hin zu einer Bibel, die bewusst die Leser:innen des 21. Jahrhunderts ansprechen soll: mit prägnanten, verständlichen Sätzen, in einer Komfort- und einer Kompaktausgabe. Die Studientage eröffnen Zugänge zu sehr unterschiedlichen Formen der Präsenz der Bibel in der heutigen Zeit, Zugänge zu einer Textwelt, die weit weg und doch nah ist, fremd und vielleicht von verändernder Kraft.

Status: Anmeldung möglich
Kursnr.: 2022-44
Downloads: Für diesen Kurs sind keine Dokumente vorhanden.
Beginn: Fr., 28.10.2022 bis So., 30.10.2022
Dauer: 0
Kursort: Ev. Akademie Sachsen-Anhalt
Gebühr: 0,00 € (inkl. MwSt.)
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