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BRIEFE 4/2020

Schwerpunkt: Suffizienz und Suffizienzpolitik

Die zweite Welle der Corona-Pandemie rollt über uns her. Sie fordert noch mehr Opfer als die erste. Besser vorbereitet, besser gerüstet geraten wir dennoch zunehmend in Bedrängnis. Der Theologe Philipp Stoellger bezeichnet die Corona-Krise als „Riss“ und einen „gravierenden Lebensweltwandel“. Er spricht vom „Ende von Wirklichkeiten, in denen wir selbstverständlich lebten“, etwa wenn Ostern ausfällt und Weihnachtsgottesdienste auf der Straße stattfinden müssen. Doch zum Glück können wir wissen, dass die Corona-Pandemie vorübergehen wird. Das ist kein Trost, aber es lässt hoffen.

Aus dem Blick gerät dabei leicht eine Krise, die diese Hoffnung nicht ohne Weiteres in sich birgt. Der Klimawandel könnte tatsächlich das Ende der Selbstverständlichkeiten bedeuten, wenn wir ihm nicht mindestens ebenso engagiert entgegentreten wie den Corona-Wellen. Deshalb folgt auf den Corona-Schwerpunkt in der vorigen Ausgabe der „Briefe“ jetzt der Schwerpunkt „Suffizienz und Suffizienzpolitik“. Nur wenn wir es schaffen, unseren Lebensstil an die planetaren Grenzen anzupassen, das richtige Maß zu finden, können wir weiter auf Selbstverständlichkeiten hoffen.

Vorbereitet werden die Themenseiten durch zwei Beiträge über „Grünes Wachstum oder Wachstumsunabhängigkeit“ und Wege zur „ressourcenschonenden Treibhausgasneutralität“. Darüber hinaus finden Sie in dieser Ausgabe Beschlüsse zum Klimaschutz und zum Lieferkettengesetz der EKD-Synode sowie zum neuen Klimaschutzgesetz in der EKBO. Die neue Enzyklika „Fratelli tutti“ von Papst Franziskus wird vorgestellt, ebenso ein Buch über „Wütendes Wetter“.

Und auf den blauen Seiten der „Briefe" finden Sie einen Bericht zum Projekt „Spindestuben" der Evangelischen Akademie, welches gezeigt hat, wie Gemeinschaft in ländlichen Regionen gestärkt werden kann.

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Redaktion der BRIEFE

Jörg Göpfert und Siegrun Höhne.

Unterstützt werden sie von einem Redaktionsbeirat (pdf, 25 KB).