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BRIEFE 4/2019

Die Bundesregierung hat Ende September 2019 ein „Klimapaket“ vorgelegt, das dazu dienen soll, den Treibhausgasausstoß in Deutschland bis 2030 um 55 Prozent im Vergleich zum Jahr 1990 zu senken. Kernelement ist ein Klimaschutzgesetz, das im November 2019 vom Deutschen Bundestag verabschiedet wurde. Das Klimapaket ist zweifellos ein Schritt in die richtige Richtung. Das betont auch der neue Präsident des Umweltbundesamtes Professor Dirk Messner im Interview. Es komme aber sehr spät und müsse bei Bedarf angepasst werden. Darauf wollen viele nicht warten. In zahlreichen Stellungnahmen haben wissenschaftliche Einrichtungen und Verbände sofortige Nachbesserungen gefordert. Eine dieser Stellungnahmen finden Sie in der vorliegenden Ausgabe der „Briefe“.

Ein Artikel über die neue Umweltbewusstseinsstudie des Umweltbundesamtes zeigt, dass die Klima- und Umweltpolitik der Bundesregierung auch hinter den Erwartungen vieler Bürgerinnen und Bürger zurückbleibt. Das kommt auch in einer aktuellen Stellungnahme der Evangelischen Jugend in Deutschland zum Ausdruck. Ein weiterer Beitrag stellt die „Initiative Lieferkettengesetz“ vor. Sie engagiert sich für die Einhaltung von Menschenrechten und Umweltstandards bei den Auslandsgeschäften deutscher Unternehmen. Dass auch der Umgang mit Nutztieren dringend verbessert werden muss, macht das neue Impulspapier „Nutztier und Mitgeschöpf!“ der EKD deutlich. Und schließlich wenden wir uns dem Thema Energiewende zu, aber aus ungewohnter, nämlich historischer Perspektive.

Diese stand auch im Zentrum der Tischrede „Rechtspopulismus in Deutschland – Wiedersehen mit Weimar?“, die Professor Andreas Wirsching zum Reformationsfest 2019 in Wittenberg hielt. Sie ist auf den blauen Seiten wiedergegeben.

Am Beginn dieser Ausgabe erinnern wir an den kürzlich gestorbenen Vor- und Querdenker Erhard Eppler. Wie kaum ein anderer hat er sich jahrzehntelang für die Themen Frieden und Gerechtigkeit engagiert und dabei auch Fragen des Umweltschutzes und der Nachhaltigkeit einbezogen. Ihn als „Großvater des Globalen Lernens“ in Erinnerung zu behalten, wäre sicher nicht ganz falsch.

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