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BRIEFE 3/2020

Schwerpunkt: Lernen aus der Corona-Krise

Im Jahr 2019 gab es mit dem Beschluss zum Kohleausstieg und dem neuen Klimaschutzgesetz kleine, aber wichtige Aufbrüche in Richtung Nachhaltigkeit. Anfang 2020 brachte die Corona-Krise diesen Prozess jäh ins Stocken. Viele internationale Umweltkonferenzen wurden verschoben. Die Natur konnte zwar etwas aufatmen, weil aus den Abgasanlagen weniger Schadstoffe quollen, aber vor allem in den Industrie- und Schwellenländern wurden und werden „Konjunkturpakete“ geschnürt, die die Wirtschaft wieder in Schwung bringen sollen.

Umso überraschender, was der Präsident des Umweltbundesamtes berichtete¹: Die meisten dieser Konjunkturpakete, so Dirk Messner, würden die Wiederbelebung der Wirtschaft mit Impulsen für mehr Nachhaltigkeit verbinden. Dies sei ein gravierender Unterschied zur Finanzkrise 2008/2009, die tatsächlich viele umweltpolitische Initiativen zum Erliegen brachte.

Kann die Corona-Krise – neben allem Leidvollen und Belastenden, das sie mit sich bringt – auch ein Weckruf sein, der Positives auslöst? Auf den Themenseiten dieser Ausgabe wird dieser Frage aus verschiedenen Perspektiven nachgegangen.

Darüber hinaus finden Sie in dieser Ausgabe Berichte über die sozialen und ökologischen Probleme bei der Schuhproduktion, den aktuellen Stand zur Initiative Lieferkettengesetz, einen Aufruf zur Energie- und Rohstoffsuffizienz sowie Einblicke in zwei interessante Bücher zum Klimaschutz bzw. zur wichtigen Rolle sozialer Verbundenheit. Zudem stellt sich die neue Umweltbeauftragte der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland vor, wir erfahren von der Arbeit auf dem Ökumenischen Weg und werden an die Enzyklika „Laudato si’“ von Papst Franziskus erinnert.

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Redaktion der BRIEFE

Jörg Göpfert und Siegrun Höhne.

Unterstützt werden sie von einem Redaktionsbeirat (pdf, 25 KB).