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Neues Buch: Kirchen und Rechtspopulismus

Wie können Kirchen auf der ganzen Welt ein friedliches Zusammenleben und Respekt für Vielfalt stärken?

Das neue Buch "Resisting Exclusion: Global Theological Responses to Populism" geht dieser Frage nach. Das Buch wurde im Auftrag des Lutherischen Wetbundes herausgegeben von Eva Harasta (Ev. Akademie Sachsen-Anhalt e.V.) und Simone Sinn (Ökumenisches Institut des Weltkirchenrates, Bossey). Der Band bietet Analysen und theologische Perspektiven zur öffentlichen Rolle der Kirchen gegenüber Tendenzen zu populistischer Ausgrenzungspolitik.

Die Publikation dokumentiert eine große Konferenz, die im Mai 2018 in Kooperation zwischen dem Lutherischen Weltbund, der Schwedischen Kirche, "Brot für die Welt" und der Evangelischen Akademie zu Berlin stattfand. Zur Konferenz kamen 65 Teilnehmende aus aller Welt zusammen. Die beiden Herausgeberinnen Pf'in Dr. Simone Sinn und Pfr'in Dr. Eva Harasta betonen, dass politische Bewegungen, die auf Ausgrenzung fußen, für die Kirchen in verschiedenen globalen Kontexten eine Herausforderung darstellen. Die Kirchen und die Theologie haben eine Verantwortung für den gesellschaftlichen Frieden, auch dort wo sie eine Minderheitenstimme darstellen. Darüber hinaus, so eine weitere Grundüberzeugung des Bandes, geht es darum, dass sich die Kirchen gegen eine „Schrumpfung“ des öffentlichen Raums einsetzen - also dafür, dass möglichst alle Glieder und Gruppen einer Gesellschaft sich am politischen Entscheidungsprozess beteiligen können.

Die 33 beitragenden Autorinnen und Autoren - darunter der EKD-Ratsvorsitzende Heinrich Bedford-Strohm und die Erzbischöfin von Schweden Antje Jackelén - bringen ihre je kontextuellen Erfahrungen mit der öffentlichen Verantwortung der Kirche und mit dem Einsatz gegen ausgrenzende Politik ein. Sie decken eine breite Palette von Themen ab, die in fünf Kapiteln zusammengefasst sind: (1) Kirchen als Akteurinnen des Wandels; (2) Analysen von "Populismus" als Gestalt von Politik; (3) Öffentliche Theologie und der Einsatz für Inklusion; (4) Auseinandersetzungen mit Sexismus und (5) Populismus und Medien.

LWB-Generalsekretär Pfr. Dr. Martin Junge stellt im Vorwort zur Publikation fest, dass ausgrenzende Politik grundlegende Normen und Werte pervertiere, die dem zugrunde liegen, wie die lutherischen Kirchen als Gesellschaft und als internationale Gemeinschaft zusammenleben wollen. Daher sei es wichtig, diese Herausforderungen gemeinsam anzugehen, indem die ideologischen Grundlagen von ausgrenzender Politik hinterfragt und deutlich dagegen Stellung bezogen wird.

Das Buch ist im Buchhandel erhältlich.

Man kann das Buch aber auch komplett als pdf auf der Seite des Lutherischen Weltbundes herunterladen - folgen Sie dazu diesem Link.

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Arbeitsbereiche:  Theologie & Politik & Kultur

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