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Who is not with us, is a traitor

Unter diesem satirisch gemeinten Motto zogen zum ungarischen Nationalfeiertag junge Erwachsene aus Ungarn und Deutschland vor die Zentralen der rechtsextremen Jobbik-Partei und der regierenden nationalkonservativen Fidesz. Dort hielten sie eine Kundgebung ab, wie sie die beiden Parteien normalerweise durchführen und versuchten durch satirische Übertreibungen auf die aktuellen Probleme der ungarischen Demokratie aufmerksam zu machen.

Die Organisatoren dieses "Aufmarsches" sind Mitglieder einer deutsch-ungarischen Jugendinitiative, die in Kooperation mit der Evangelischen Akademie Sachsen-Anhalt e.V. das "Project p.Art" durchführen. Robin May, ein ehemaliger Freiwilliger der Wittenberger Akademie, ist einer der Initiatoren. Schon länger beschäftigt sich der 2012 als Junger Europäer ausgezeichnete Student der Politikwissenschaften damit, was Satire im politischen Raum bewegen kann und will es in dem Projekt praktisch ausprobieren.

Nachdem die Jugendinitiative im März bereits den Sonderpreis für grenzüberschreitendes Engagement des Jugendengagement-Wettbewerb Sachsen-Anhalt "Freistil" erhalten hat, wählte sie am 6.Mai auch die Jury der Wochenzeitung "Der Freitag" als einen der Preisträger des Wettbewerbs "Europa der Bürger" aus. Die Jury begründet die Auswahl damit, dass so "insbesondere die aktuelle politische Situation in Ungarn öffentlichkeitswirksam thematisiert" wird. Auf der Webseite des Wettbewerbs ergänzt Jürgen Neyer dazu: „In Ungarn erleben wir momentan, wie auf rechtsstaatlichem Wege ein Staat scheinbar entdemokratisiert wird. Aber wenn sich Ungarn entdemokratisiert, dann entdemokratisiert sich auch Deutschland. Auch das ist die europäische Idee und gleichzeitig der Aufruf zu handeln – daher freuen wir uns, das Project p.ART unterstützen zu können.“

Der vorerst letzte Austausch des Projekts findet zehn Tage vor der Bundestagswahl in Berlin statt. Die Überlegungen, wie die ungarischen Probleme mit satirischen Mitteln auf die Agenda des Bundestagsendspurts gesetzt werden können, laufen noch.

Das Projekt wird vom EU-Programm "Jugend in Aktion" gefördert.

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Robin May - Junger Europäer des Jahres

Ehrenamtlicher Jugendlicher für sein europäisches Engagement geehrt.

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