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BRIEFE 4/2015

Ein immer wiederkehrender Themenschwerpunkt der BRIEFE ist die Große Transformation zur Überwindung der globalen sozio-ökologischen Krise. Aber eine Transformation wohin? Es fehlten richtungsweisende Visionen, sagt Jörg Hübner und erschließt kraftvolle Impulse aus den Hoffnungsbildern der Johannesoffenbarung. Klaus Heidel stellt in seiner Betrachtung der Laudato Si‘ Franziskus‘ eine transformative, auf die Mitwelt und das Gemeinwohl bezogene Spiritualität als Basis einer dringend notwendigen Haltungsänderung heraus und sieht in der Bewältigung der epochalen Her-ausforderungen eine ökumenische Aufgabe. Ein konkretes Handlungsfeld sei die Ökonomie, so Hans-Jürgen Fischbeck. Er beschreibt die Realisierung einer solidarischen Ökonomie in der Kirche als einen Weg aus ihrer Glaubwürdigkeitskrise. Solche Impulse, die kirchliche und sozio-ökologische Zukunft neu zu denken, setzt auch Hans-Peter Gensichen in seinen „95 Thesen“ zum Reformationsjubiläum 2017.

Seit geraumer Zeit verfolgt die Studienstelle mit großem Interesse die Aktivitäten etwa des Konzeptwerks Neue Ökonomie, der Vereinigung für ökologische Wirtschaftsforschung (VÖW) oder des Instituts für ökologische Wirtschaftsforschung. In dieser Ausgabe berichten wir über die VÖW-Zeitwerkstatt 2015 zur sozial-ökologischen Dimension von Zeitwohlstand und drucken zwölf Thesen dazu ab, die in der Fachzeitschrift Ökologisches Wirtschaften veröffentlicht wurden.

Auch die Epigenetik verfolgen wir weiter. Aufgrund von Nachfragen aus der Leserschaft sind wir auf der Suche nach „laienfreundlicher“ Literatur und beginnen mit der Rezension eines viel gelesenen Buches.

Eine frohe Weihnachtszeit und einen zuversichtlichen Blick auf das Jahr 2016 wünscht Ihnen, verbunden mit sehr herzlichen Grüßen,

Ihre Susanne Faby

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